Donnerstag, 13. März 2014: Cabernet Sauvignons aus Chile!

Degustierte Weine:

– Chardonnay Frontera 2012, Concha y Toro: Zitrusnoten, frisch, tadellos, in seiner Preisklasse (7.50) wohl einmalig.

– Montes Alpha Cabernet Sauvignon 2005, Montes: Cassis pur, überdeckt alles andere, auch im Mund nur Cassis, aber Körper und Druck ist ihm nicht abzusprechen. Im Verlauf des Abends gerät das Cassis immer mehr in den Hintergrund und der Wein wird besser und besser. Merken!

– Marqués de Casa Concha Cabernet Sauvignon 2007, Concha y Toro: Etwas Cassis, Rauch, Ballone di Fichi, schwarze Kirschen; am Gaumen hervorragende Struktur, langes Finale. Sehr schöner Cabernet!

– Terrunyo Cabernet Sauvignon 2005, Concha y Toro: Karamell, Kaffee, Mokka, dunkle Beeren, nobel; am Gaumen beeindruckende Fülle, lang.

– Don Melchor 2005, Concha y Toro: wenig Cassis, schwarze Beeren – vor allem Kirschen, Graphit, wirkt noch sehr, sehr jung; am Gaumen mundfüllend, ausladend, sehr lang, noch zuwarten. Kommt in ein paar Jahren noch schöner, wird dann rund und samtig sein.

– Late Harvest 2005, Concha y Toro: Grapefruit, Aprikosen; am Gaumen nicht zu süss, angenehm, erstaunlich, dass ein leichter Süsswein in dieser Preisklasse (37.5cl unter 10.–) so gut halten kann.

chile

 

Donnerstag, 6. März 2014: Bordeaux Vintage 2007

Degustierte Weine (alles 2007):

– Thieuley Francis Courselle Blanc: Holz, Toast, Feuerstein, Holunder; am Gaumen angenehm frisch, leider etwas kurz und schlank.

– Clos L’Eglise Côtes de Castillon: Holzwürze, schwarze Kirschen; am Gaumen schlank, leicht bitter, kurz.

– Citran: Rauchig, animalisch, zuviele grüne Noten im kurzen Abgang.

– Cantemerle: Vielleicht etwas gar viel Holz, Kaffee, schwarze Beeren, Lakritze, Gewürznelken; mittlerer Körper, schöne Länge.

– La Louvière: Zigarrenkiste, edles Holz, erdig, Süssholz; am Gaumen noch etwas rauhe Tannine, mittlerer Körper, mittellanges Finale.

– La Confession: Sehr viel Frucht, wirkt fast etwas überextrahiert, modern; am Gaumen weiche Textur, eher schlank, mittellang.

– Phelan-Segur: Leder, erdig, schwarze Beeren, Zedernholz; am Gaumen wieder Zedernholz, schöner Schmelz.

– Lascombes: Röstnoten, viel Zedernholz, schwarze Beeren; am Gaumen sehr viel Druck, langer Abgang. Toll! Mit Abstand die Nummer 1 unter den Roten!

– Rayne-Vigneau: Honignoten, Marzipan, Aprikosen; am Gaumen attraktiv, kompakt, langer Abgang, nicht fett – ein herrlicher Süsswein!

Fazit: die Bestätigung der altbekannten Regel: in schlechten Jahrgängen lohnt es sich nicht, mit einfacheren Bordeaux zu experimentieren – nur Topnamen in den Keller legen. Und: 01, 03, 05, 07, 09 – „immer“ in ungeraden Jahren bei den Sauternes zuschlagen…

bo2007

 

Donnerstag, 27. Februar 2014: Eikendal – South Africa!

Eikendal, Stellenbosch, ist seit 1981 in Schweizer Besitz. Letztes Jahr war der Wine Maker im Obertor zu Besuch und brachte einige „Weingschänkli“ mit.

Degustierte Weine:

– Chardonnay Janina 2011, Eikendal: Leicht schwefelig, Zitrusaromatik; am Gaumen etwas schmalbrüstig, dürfte mehr Säure haben.

– Cabernet / Merlot 2008, Eikendal: Leichte Rauchnoten, Speck, grün; wirkt marmeladig, Karamell, leichte Schärfe am Gaumen. Haut niemanden um.

– Eikendal Pinotage 2010, Eikendal: Eukalyptus, Zitronenschale, Banane, rote Beeren, Rauchnote, dunkle Schokolade; am Gaumen recht adstringierend, mittlerer Körper.

– Charisma 2012, Eikendal: recht viele Fruchtnoten, „warme“ Nase; am Gaumen dropsig, Kohlensäure, nicht wirklich charismatisch.

– Classique 2008, Eikendal: Schwarze Früchte, etwas Eukalyptus, rauchig, wirklich nobel; am Gaumen breit, hat Druck, sehr guter Wein.

Ausserdem noch probiert: Pinotage 2009 Diemersfontein (wie immer, Kaffee, Kaffee, Kaffee); The very sexy Shiraz 2008, Cloof (unsexy).

eikendal