Donnerstag, 14. November 2019: ‚Parker, WS, JS & Co: 95 Punkte‘

Jedes Jahr haben wir einen Punkt gesteigert und sind nun bei 95 Punkten oder 18,5 Punkten (oder 4,8 Punkte Vivino 😉 ). Zugelassen sind die bekannten Weinkritiker und ausgeschlossen sind Marroni und Gerstl 😉 Du hast keinen 95 Punkte Wein? – macht nichts – es dörf au es Bitzeli meh sii.

Im Kafee haben wir gewitzelt, dass der Sieger des Abends mit dem günstigsten Wein ist … und der Sieger mit dem teuersten Wein muss abwaschen 😉

Die Weine werden verdeckt degustiert, um niemanden zu beeinflussen und wir werden herzhaft diskutieren über Land, Traubensorte und Jahrgang.

Marc und Otti freuen sich auf diesen geselligen, vielversprechenden Abend mit dir!

Donnerstag, 7. November 2019: Serie Bordeaux: 2000 – 2009!

Getrunkene Weine:

Château Les Bertrands Cuvée Prestige Blanc 2003: Die Ueberraschung ist gross: dieser 100% Sauvignon Blanc-Weisse ist noch sehr gut trinkbar, hat so gut wie keine Altersnoten. Er wirkt auch jahrgangsbedingt recht dick, aber die gut integrierte Säure hat ihn am Leben erhalten!

Domaine de Chevalier blanc 2004: Grapefruit, Mandarinli, Bourbon-Vanille, Lanolin, Marzipan. Knackige Säure, lebendig und frisch und einfach nur grandios!

Pavillon Blanc du Château Margaux 2001: Etwas bengalische Zündhölzer, dahinter klar Sauvignon Blanc, zusätzlich noch Menthol, Kokos und eine erstaunliche Säure. Sehr langer Abgang.

Château de Carles Fronsac 2000: Leider leicht korkig, dazu Kellermuff.

Château Poujeaux 2000: Klassische Bordeauxnase mit allem, was dazugehört… Am Gaumen dann für die einen zu dünn, für die andern gerade richtig.

Château Pouget 2009: Recht üppiges, aber attraktives Kleid. Stefans bewährte Geheimwaffe, wenn’s um Bordeaux geht…

Château Petit-Village 2009: Konzentrierter, pflaumiger Pomerol, verführerisch füllig, zugänglich und deshalb bereits jetzt eine Trinksünde wert!

Château Troplon-Mondot 2000: Fast schon exotisch reife Fruchtnase. Dazu Graphit und Schokolade. Vollmundig, explosiv, sehr lang, endet eine Spur metallisch.

Rauzan-Ségla 2000: Zedernholz, Bleistiftspitze, dunkle Brotrinde. Schwarze Schokolade, schwarze Früchte. Am Gaumen mittelkräftig, etwas Kohlensäure, jemand riecht Broccoli im langen Finale.

Lascombes 2005: Zugänglich, schwarzbeerige Frucht, Brombeerjoghurt. Dropsig, aber nicht oberflächlich, hat Kraft und braucht wahrscheinlich noch ein paar Jährchen.

Doisy-Daene 2015: Fein honigsüss, cremig, lecker, mineralisch. Vielleicht etwas wenig Säure, die die Süsse abpuffern könnte, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Donnerstag, 31. Oktober 2019: Bündner Herrschaft!

Ein Abend, der unvergessen bleiben wird! Danke allen, die mit ihren tollen Weinen dazu beigetragen haben!

Getrunkene Weine:

Schaumwein brut 2018, Annatina Pelizzatti (Jenins): Pinot Noir und Pinot Blanc. Himbeerzältli, Tiki, trocken, recht frisch. Spannend, aber insgesamt doch mit etwas zu wenig Kraft.

Viognier 2015, Möhr-Niggli (Maienfeld): Röstaromen, Aprikosen, ölig, blumig, gute Länge. Jetzt in bester Trinkreife.

Chardonnay Passion 2012, Donatsch (Malans): Leider Kork.

Completer Malanserrebe 2010, Donatsch (Malans): Sweet Corn, Agrumen, Melone. Sehr gute Säure, die den Wein noch einige Jahre am Leben halten wird.

Sorso 2017, Annatina Pelizzatti (Jenins): Merlot, Pinot Noir, Syrah. Extrem fruchtig, wirkt schon fast sirupig.

Momentum 2016, Jürg Marugg (Fläsch): Syrah und Merlot. Toastbrot, Rauch, Pfeffer, man kommt nie auf Bündner Herrschaft. Sehr gut eingebundene Tannine.

Pinot Noir vom Pfaffen/Calander 2016, Sprecher von Bernegg (Jenins): Kaffeenoten, Blutorange, sehr saftig, mit guter Säurestruktur und langem Finale. Braucht noch Zeit.

Eichholz Pinot Noir 2012, Irene Grünenfelder (Jenins): Leicht animalisch, Röstaromen, Rauchfleisch, Holunder. Saftig und noch jung wirkend, dicht und breit, sehr langes Finale.

Pinot Noir Barrique 2011, Annatina Pelizzatti (Jenins): Rauchfleisch, rote Beerenfrucht, charaktervoller, fleischiger Pinot. Jetzt in bester Trinkreife.

Malanser Pinot Noir 2012, Thomas Studach (Malans): Lakritz, eher zurückhaltend, aber vielschichtig, noble Eleganz. Sehr feine Tannine, langer Abgang.

Pinot Noir „Georg Fromm“ 2010, Donatsch (Malans): Burgundisch, fleischig, erdig, vielschichtig, das ist Pinot vom Feinsten! Vielen Dank, Flurin!

Pinot Noir Unique 2009, Donatsch (Malans): Und gleich noch ein Hammerwein aus Flurins/Duris Privatsammlung: Füllig, mit Blutorangenaromen, etwas Karamell, sehr fleischig, weiche Tannine, unglaublich langes Finale.

Pinot Noir „H“ 2013, Christian Hermann (Fläsch): Leider Kork.

Rhy Passo Pinot Noir 2017, Siebe Dupf (Liestal): Süsslich vanilliges Konzentrat mit 15.5 % vol Alkohol – ein gelungener Gag!

Pinot Noir „Vintage“ 2010, Donatsch (Malans): Süss, Haselnuss, Dörrbirnen, zum norwegischen Traum-Blauschimmelkäse ein Gedicht!

Warre Vintage Port 1994: Als Vergleich zum Bündner „Port“ ein richtiger Port: diesmal Baumnuss, ausdrucksstark, Süssholz, beeindruckend lang.