Donnerstag, 26. September 2019: Bergerac & Monbazillac

Jorge hat uns von seinen Ferien im Périgord eine Auswahl an Bergerac Weinen mitgebracht. Mitten im Gebiet liegt Monbazillac, das tolle Süssweine im Stile der Sauternes hervorbringt.

Wer kann Jorges Auswahl mit einem Wein aus dem Keller ergänzen?

Wikipedia: Das Weinbaugebiet von Bergerac erstreckt sich über eine Fläche von gut 12.000 Hektar in der Umgebung der Stadt Bergerac im südwestfranzösischen Département Dordogne. Es bildet eine natürliche Fortsetzung des Gebietes von Bordeaux, gehört jedoch der Weinbauregion Sud-Ouest an. Diese Tatsache spiegelt sich sowohl in den Rebsorten als auch im Charakter der Weine wider. Die Jahresproduktion beträgt gut 360.000 hl Rotwein, 23.000 hl Rosé und über 250.000 hl Weißwein. Eine wichtige Rolle spielen süße Spät- und Auslesen. Der Rebsatz entspricht demjenigen des Bordelais. Die Rotweine werden überwiegend aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gekeltert, nur geringe Bedeutung besitzen daneben Malbec und Fer Servadou. Im trockenen Weißwein dominiert der Sauvignon Blanc, für die lieblichen Weine finden Sémillon und Muscadelle Verwendung. Zugelassen sind außerdem noch Ugni Blanc, Chenin Blanc und Ondenc.

Donnerstag, 19. September 2019: Südafrika

Getrunkene Weine:

Chardonnay – Colombard 2019, Cimarosa: Feuerstein, Zitrus, floral, am Gaumen leicht rauchig, Bitternoten im Abgang. Wahrscheinlich der günstigste Wein, den wir je im Club getrunken haben (1.95 Euro).

Chenin Blanc Van Lill & Viser 2015, Cape of Good Hope: Feuerstein, bengalische Zündhölzer, floral. Am Gaumen mit guter Säure, leider etwas kurz im Abgang.

Palladius 2013, Sadie Family: Ananas und andere tropische Früchte. Zimt, buttrig, trotz eines dezenten Mufftons (oder Kork?) faszinierend, facettenreich. Spannungsgeladen bis zumd mächtigen, druckvollen und kräuterwürzigen Finale. Ein Hammerweisser!

Pinotage Carpe Diem Reserve 2011, Diemersfontein: Maggi, Randen, Pilz, Wildkirschen – macht keinen Spass mehr.

Pinotage Kanonkop 2015, Kanonkop: Sehr reife schwarze Fruchtnoten, Kaffee, Schokolade, Banane, Pfefferminze. Am Gaumen cremig, fast schon süsslich, mit einem langen, druckvollen Finale.

Diversity 2012, de Toren: Grüne Noten, Kirschjoghurt, grüne Bananen, dann unangenehm süss, im Abgang scharf – gottseidank kurz.

Cabernet Franc 2011, Raats: Curry, frischer Sträucherschnitt, Banane, Rauch. Würziger, maskuliner Wein mit viel Säure und Biss – hat Charakter!

Destiny Shiraz 2011, Mont Destin: Nobles Holz, dunkle Beeren, Rauch, kaltes Lagerfeuer. Weisser Pfeffer, Blut, würzig, überaus vielschichtig, mit einem sehr langen Abgang.

Delheim Grand Reserve 1998, Delheim: Vollreife schwarze Frucht, leichter Anflug von Animalik, Leder, Graphit, Süssholz, Rauchspeck, Pflaumen, gute Säurestruktur, sehr langer Abgang – ein Erlebnis!

Cape Vintage 1998, Overgaauw: Schwarztee, Kondensmilch aus der Tube, Feigen, Rumtopf. Spannend, aber kontrovers beurteilt.

Vin de Constance 2015, Klein Constantia: Süssduftende Nase! Honig, gedörrte Aprikosen, Feigen, Quitten. Das ist grosses Süssweinkino! Am Gaumen durchaus elegant, nichts von plumper Süsse, die Säure stützt, der Abgang bleibt und bleibt und bleibt – danke Stefan!

Donnerstag, 12. September 2019: Carménère!

Getrunkene Weine:

Garnacha Blanca 2017, Viña Zorzal (Navarra, Spanien): Fein würzig, floral, Lindenblüte, Zitrus, schöner Schmelz.

Viña Gravonia 2010, López de Heredia Viña Tondonia (Rioja, Spanien): 100% Viura. Ankenbällchen, Apfel im Schlafrock, reife Grafensteiner, wenig Honig; sehr viel Druck, tief, gute Säurestruktur, hervorragende Länge.

Vitral Reserva Carménère 2012, Viña Maipo (Chile): Stall, Holunder, Cassis, Gemüse. Die Säure ist sperrig, der Abgang bitter.

Carménère Gran Reserva 2016, Viña Chillán (Chile): Grüne Noten, Staub, zerriebene Efeu, Holunder, vanilligsüsslich, endet bitter.

Montes Alpha Carménère 2011, Montes (Chile): Cassis, Graphit, recht üppig, Kaffee; am Gaumen eindimensional, endet mittellang.

Carménère Gran Reserva 2015, Viña von Siebenthal (Chile): Stallnoten, Holunder und Cassis, Schokolade, laktisch. Am Gaumen mit feinen Tanninen, viel Druck und guter Länge.

Microterroir de Los Lingues Carménère 2009, Casa Silva (Chile): Laktisch, dunkle pralle Beerenfrucht, Mokkanoten, Süssholz, am Gaumen eher elegant denn breit, gute Länge.

Terrunyo Carménère Peumo Vineyard Block 27 2006, Concha y Toro (Chile): Dunkle reife Beeren, Teer, würzig, Graphit. Am Gaumen saftig, laktisch, mit schöner Länge.

Terrunyo Carménère Peumo Vineyard Block 27 2007, Concha y Toro (Chile): Dunkle Früchte, spanische Nüssli, etwas eleganter als der 2006er, eine Spur Mineralität, hat Druck, mittel- bis langes Finale.

Purple Angel 2005, Montes (Chile): Wirkt jetzt recht reif, hat neben Cassis leider auch Blumenkohlnoten, dahinter ausgleichend Tabak; am Gaumen recht fleischig, kompakt – pressieren mit Austrinken.

Purple Angel 2015, Montes (Chile): Pechschwarze Früchte, Holz, feine Würzigkeit; am Gaumen vollmundig, rund, mit langem Abgang.

Kai Carménère 2011, Errazuriz (Chile): Viel Cassis, Kaffee, Tabak, aber auch mineralische Noten; sehr viel Druck, nobel, recht kräftige Säure, sehr langes Finale. Eine Klasse für sich – auch vom Preis her…