Donnerstag, 23. Mai 2019: Spanien – La Rioja

Die tollen Klassiker zeigen die Vielfalt des excellenten Terroirs und reif getrunken kann der Genuss kaum grösser sein!

…. deshalb möchten wir uns an den reifen Klassikern und den reifen Überraschungen laben, die wir alle aus den Kellern zaubern.

Marc und Otti haben schon eine Trouvaille im Auge und freuen sich auf deinen Fundus!

Donnerstag, 16. Mai 2019: Anniversary – eine Reise mit Syrah/Shiraz

Wow, das war vielleicht ein toller, abwechslungsreicher Abend! Vielen Dank, Andy, für die Reise durch die Welt der Shiraz/Syrah!

Getrunkene Weine:

– Blanc de Blancs Brut Champagne Cramant Grand Cru, Guy Larmandier: Zum Anstossen ein superfeiner Champagner, der mit seiner frischen Säure und der feinen Perlage beeindruckt.

– Tandem Syrah du Maroc 2015, Domaine des Ouled Thaleb (Marokko): Spassiger Start – wer kommt bei einer Blinddegu schon auf Marokko… Balsamisch, Teer, eher rotbeerige Frucht, spannendes Terroir.

– Kaid Syrah 2014, Alessandro di Camporeale (Sizilien, Italien): Wieder eine schwierige Aufgabe! Sehr fruchtiger Syrah, kräutrig, laktisch, angenehm am Gaumen.

– Scali Syrah 2005, Scali (Südafrika): Rauchig, ätherisch, facettenreiche Nase, schwarze Schokolade, Johannisbeeren, pfeffriges langes Finale.

– The Struie Shiraz 2013, Torbreck (Barossa, Australien): Erdige Noten, pralle Brombeeren, Kaffee. Am Gaumen viel Alkohol, die Tannine sind etwas hart, endet leicht bitter. Schwierige Phase, schlechte Flasche oder Jahrgangsproblem?

– Exile Shiraz 2004, The Colonial Estate (Barossa, Australien): Barossapower, üppig, aber nicht plump, Plumeria, Blut, Oliven, da würde man am liebsten drin baden! Rund und süssliches Finale. Dekadent, aber geil!

– Syrah Qwam Qwmt 2014, Nk’Mip Cellars (Okanagan Valley, Kanada): Unterholz, Leder, schwarze Beeren, Banago. Die Tannine sind nicht ganz sauber integriert, der Abgang ist mittellang.

– The Pundit Syrah 2014, Tenet Wines (Château Ste. Michelle), Columbian Valley, USA): Mundfüllend, schwarzbeerige Frucht, etwas Kakao, Rauch. Interessant mineralisch, trotz der Ueppigkeit nicht langweilig.

– Syrah No 2 Gold Serie 2011, Lillian (Kalifornien, USA): Wow, was für ein toller Wein! Zitrusnoten, Zimt, Süssholz, frischer Tabak. Stundenlang könnte man da dran rumriechen! Am Gaumen vielschichtig, wirklich komplex, sehr, sehr langes Finale. Toll!

– Folly Syrah 2013, Montes (Colchagua Valley, Chile): Cassis, Cassis und nochmals Cassis! Dahinter Rauchnoten, dunkle Schokolade, am Gaumen kräftig, noch jung wirkend, hat sehr viel Druck und eine gute Länge.

– Cem Reis Syrah Reserva 2014, Maroteira Vinhos (Alentejo, Portugal): Vielschichtiges Bukett, hoch interessant, niemand wäre auf Portugal gekommen… Brombeeren, Terroir, griffige, aber gut eingebundene Tannine. Essenswein!

– Côte-Rôtie 2014, Les Terriens (nördliche Rhône, Frankreich): Leichte Animalik, Blut, kühle Eleganz. Blutjung, am Gaumen zupackend, mittellang.

– Syrah Encre de la Terre 2014, Claudy Clavien (Wallis, Schweiz): Brotrinde, getoastes Holz. Das Holz dominiert, da muss man noch warten. Dunkelbeerige Frucht, würzig. Am Gaumen konzentriert, griffige Tannine, Abgang etwas rauh. Definitiv zu jung.

Andy’s Reiseplan durch die Syrah-Welt:

Donnerstag, 9. Mai 2019: Weinbaugebiete Italiens – Abruzzen

Getrunkene Weine – jupiiih – es war kein Vino Nobile di Montepulciano dabei…:

– Brilla Cococciola 2013, Marchesi de Cordano: 100% Cococciola. Schweflig, noch wenige Zitrusnoten. War jünger sicher mal knackig frisch, aber dank der guten Säurestruktur auch heute noch durchaus trinkbar.

– Aida Trebbiano d’Abruzzo 2013, Marchesi de Cordano: Vanille, Toast, Schminkpuder, Zitrusnoten. Am Gaumen ist die Kraft leider raus, wirkt lasch.

– Cerasuolo d’Abruzzo Myosotis 2016, Zaccagnini: Kein Abruzzenabend ohne einen Cerasuolo! Himbeersprudel, wirkt fast klebrig, sehr einfach.

– Montepulciano d’Abruzzo Chronicon 2013, Zaccagnini: Laktisch, schwarze Beeren, würzig, hat gut gehalten. Easy drinking, und das ist nicht despektierlich gemeint.

– Aida Montepulciano d’Abruzzo 2011, Marchesi de Cordano: Nasse Wolle, leicht grün, unharmonisch und zudem mit zuviel Kohlensäure. Endet leicht bitter.

– Montepulciano d’Abruzzo Rosso del Duca 2012, Villa Medoro: Laktisch, schwarze Früchte, Gabazältli, im Mund leicht bissig, sprudelig.

– Montepulciano d’Abruzzo Zanna Riserva 2011, Illuminati: Schwarze Beeren, sehr würzig, Gabazältli, am Gaumen fleischig, hat Struktur und Biss.

– Montepulciano d’Abruzzo Trinita‘ Riserva 2008, Marchesi de Cordano: Magginoten, wirkt sehr modern, über dem Zenith.

– Marina Cvetic 2003, Masciarelli: Leider zuviel Streumi, die Altersnoten dominieren. Wäre von der Struktur her ein toller Wein (gewesen).

– Santinumi Riserva 2008, Marchesi de Cordano: Leider auch hier: Streumi, Spagehtisauce, Lakritz. Zu alt.

– Villa Gemma 2004, Masciarelli: Spiel mir das Lied vom Tod – äh Streumi. Leider auch hier. War mal traumhaft gut, jetzt zwar noch trinkbar, aber mit deutlichen Altersnoten.

– Marina Cvetic 2008, Masciarelli: Schwarze Kirschen, sehr würzig, kräftig, auch am Gaumen sehr kräftig, tanninbeladen, es ächzen die Zahnhälse. Wird dieses Monster mal runder?

Und zum Schluss aus Marcels Süssweinkiste ein feiner Schlummi:

– Pinot Gris Séléction de Grains Nobles 2009, Weinbach (Elsass): Extrem schönes Süss-Säurespiel, das fliesst wie Honig über die Zunge – lecker!