Vorschau Donnerstag, 21. Juni 2018: Reif für die Insel – Sizilien!

So kurz vor den Ferien noch was Gluschtiges, das Feriengefühle aufkommen lässt: Sizilien weiss, rot und süss. Otti und ich haben schon ein paar feine Sachen beisammen – wer hat auch noch was im Keller?

Wir freuen uns auf einen unvergesslichen Sizilienabend – bis zum Donnerstag!

 

 

Nero di Troja – so heisst nicht der Ort, sondern die Rebsorte…

Degustation Donnerstag, 14. Juni 2018: Im Osten viel Neues?!

War ein toller Abend mit vielen neuen Weinerlebnissen – danke allen, die dazu beigetragen haben!

Getrunkene Weine:

– Carolina Malvazija 2007, Jakoncic (Slowenien): Feine Honig- und Quittennoten, wirkt überhaupt nicht alt, Williamsbirnen, am Gaumen mit starker Säure, die diesen Weissen wohl so lange am Leben gehalten hat. Endet leicht bitter.

– Sauvignon Blanc Contemplations 2017, Katarzyna Wine (Bulgarien): Ein Sauvignon Blanc wie im Bilderbuch! Stachelbeeren, grasig, sehr frisch. Am Gaumen dann eher einfach, endet etwas kurz.

– Tamianka 2016, Bratanov (Bulgarien): Schade, hat fürchterlichen KORK – untrinkbar.

– Chateau Musar white 1999, Gaston Hochar (Libanon): Birnen, Mirabellen, Apfel im Schlafrock, leicht nussig, erdig, braucht stundenlange Belüftung, um sich ganz zu öffnen. Die Komplexität dieses Weissweines ist aussergewöhnlich, unberührt bleibt niemand.

– Merlot & Malbec Contemplations 2016, Katarzyna Estate (Bulgarien): Zwetschgen, Cassis, schwarze Kirschen, Vanille, erinnert irgendwie an einen Süditaliener. Schokolade, etwas rauh am Gaumen, burschikos auch im mittellangen Abgang.

– Cheval de Katarzyna Mavrud 2016, Katarzyna Estate (Bulgarien): Unglaublich schöne Etikette, und auch der Inhalt hat es in sich: Blumig, Kirschen, eigenständig, speziell. Am Gaumen mit kräftiger Säure, hohe Adstringenz im Abgang. Spannend!

– Organic Mavrud 2015, Neragora (Bulgarien): Wieder sehr floral, eine ganze Blumenwiese kitzelt die Nase. Etwas Holz, Himbeeren, sehr würzig, am Gaumen Zitrusnoten, gute Säurestruktur, respektable Länge.

– Soli Invicto 2012, Edoardo Mirgoglio, (Bulgarien): Kalte Asche, Vanille, schwarze Beeren, Waldboden, etwas Pferdestall. Im Mund recht voller Körper, eine frische Säure, trocken, mittellanges, elegantes Finale.

– Cabernet Sauvignon 2008, Jakoncic (Slowenien): Recht fruchtig, dunkle Beeren, Paprika, schwarze Kirschen, am Gaumen fast schon brutal saftig, zupackende Säure.

– SVB Rosa 2007, Vino Budimir (Serbien): Holunder, Unterholz, Wundsalbe, Gummi, am Gaumen rauh, stark adstringierend.

– Sansigot 2014, Ivan Katunar (Kroatien): Lavendelseife, Zitrusaromatik, Rosenwasser, floral. Auch am Gaumen Rosen, wirkt irgendwie künstlich, als würde man ein Parfüm trinken. Endet etwas kurz.

– Tokaji Aszu 5 Puttonyos 2007, Disznökö (Ungarn): Eistee, etwas Terpentin, Bitterorangen, Creme Brulée, schöner Pfiff, mittelsüss.

 

Donnerstag, 7. Juni 2018: Serie Bordeaux – 079 het sie gseit – mir säge 8…

Einmal mehr ein toller Abend – dank Euch, liebe Clubmitglieder, die ihr mit feinen Tropfen dazubeigetragen habt!

Getrunkene Weine:

– Canuet 1988 (Margaux): Waldboden, Laub, Waldbeeren, erstaunlicherweise noch voller Lebenssaft, am Gaumen herzhafte Säure, mittlere Länge, leichte Bittertöne am Schluss.

– Lagrange 1988 (Saint-Julien): Waldbeerjoghurt, grüne Peperoni, Tabak, hat noch Fruchtreserven, am Gaumen säurebetont, gute Länge, trocknet leicht aus.

– Ducru-Beaucaillou 1988 (Saint-Julien): Waldboden, rote Beeren (Walderdbeeren), Heidelbeeren, Tabak; am Gaumen mundfüllend, saftig, wunderschön gereift, mit guter Länge.

– Martinens 1981 (Margaux): Pilze, Kaffee, unharmonisch, Todessüsse.

– Beychevelle 1981 (Saint-Julien): Verbrannte Brotrinde, rote Beeren, burgundisch, Blutorange, Tabak – irgendwie exotisch – süsslicher Touch. Die 81er Fraktion flippt natürlich fast aus…

– Beychevelle 1978 (Saint-Julien): Anfangs dachten viele an Kork. Wahrscheinlich nur Kellermuff. Dazu Tabak, Zigarrenasche, leicht auszehrend.

– Cos d’Estournel 1978 (Saint-Estèphe): Leicht modrig, Wundsalbe, schwarze Oliven, Teer, halbverfaulte Zwetschgen, im Abgang leicht austrocknend. Nach zwei Stunden erstaunlicherweise frischer und saftiger.

– Duhart-Milon-Rothschild 1989 (Pauillac): Klassisch schöner Bordeaux mit Noten von Rauchspeck, Tabak und dunklen Beeren. Schöne Süsse, rund und angenehm, endet mittellang und ganz leicht bitter.

– Château Malmaison Baronne Nadine de Rothschild 1998 (Moulis): Kaffee, Wundsalbe, Tabak, hat noch etwas Frucht rübergerettet, am Gaumen erdige Noten, Pilz, leicht auszehrend und eher kurz.

– Troplong-Mondot 1998 (Saint-Emilion): Wirkt noch relativ jung, Cassis, dunkle Schokolade, finessenreich; am Gaumen saftig und breit, mit guter Säurestruktur und beeindruckender Länge.

– La Confession 2008 (Saint-Emilion): Banago, würzig, floral, modern angehaucht, Karamell, am Gaumen griffig, die Säure steht etwas quer, sehr adstringierend.

– Phélan Ségur 2008 (Saint-Estèphe): Zedernholz, dunkle Beeren, Lakritz, Zimt; am Gaumen füllig, mit Kraft und sehr guter Länge.

– Bastor-Lamontagne 1998 (Sauternes): Nussig, alte Socken, Honig, wenig Safran. Nicht komplex, schon über dem Zenith.