Donnerstag, 20. Januar 2022: Piemont – Nebbiolo! A U S G E B U C H T!

Ausschliesslich Nebbiolo aus dem Piemont! Also keine Barberas, keine Dolcettos, auch kein Veltliner, sondern: Barolo, Barbaresco, Nebbiolo d’Alba, Langhe Nebbiolo, Roero, Gattinara, Ghemme.
Wer findet etwas Feines im Piemont-Abteil seines Kellers? Zwei Weisse aus dem Piemont sowie ein Riesling stehen schon bereit…

Der Anlass ist ausgebucht, sorry!

Covidregeln: Maskenpflicht, 2G.

Guter Wochenstart und bis Donnerstag!

Donnerstag, 13. Januar 2022: Languedoc Roussillon!

Getrunkene Weine:

2016 Mas Jullien Pays d’Hérault: Mineralische und florale Kräuternoten, die mit Luft und Wärme immer mehr zum Tragen kommen. Salzig und frisch, subtil.

2015 Hypothèse blanc, Riberach: Ein reinsortiger Carignan Gris, bestechend lebendig, floral, Margrittli, Blütenhonig, Granny Smith, am Gaumen wie Holunderflauder.

2013 Domaine de l’Edre Carrément blanc: Quittengelée, floral, leicht nussig, trotz seines Alters noch frisch, druckvolles Finale.

2013 Tabula Rasa Domaine des Enfants blanc: Da ist die Energie weg, möstelige Noten und Kandiszucker, noch knapp trinkbar.

2010 Deusyls La Pèira blanc: Honig, Williamsbirne, Kandiszucker, wachsig, ölig. Noch voller Trinkspass, auch wenn der Zenith überschritten ist.

2016 Château Puech-Haut Tête de Bélier: Ausgeprägt reife schwarze Beerenfrucht, würzig, Tellycherry-Pfeffer, angenehme Tanninstruktur, mineralisches Finale.

2014 Château Haut-Blanville Murmures Terroir des Peyrals: 100% Syrah. Saftig und pfeffrig, Brombeerfrucht, muskulös, dunkle Schokolade – langes Finale.

2007 Peyre Rose Clos des Cistes: Leicht animalisch, Sandelholz, warmer Ameisenhaufen, trockene Tannzapfen, sehr speziell, aber hochspannend – entweder man mag’s oder man hasst’s!

1996 Peyre Rose Clos des Cistes: Soooo schade! KORK! Ein so toller Wein, phantastisch gereift – zum Haare raufen!

1996 Peyre Rose Clos Syrah Léone: Judihui! Der ist sauber – und sowas von gut! Würzig, pfeffrig, Teer, Blut, Fleisch – hä, das ist ja wie nördliche Rhône! Geil!

2014 Château Saint-Roch La Chapelle: Viel Cassis, aber dahinter die typischen Garrigue- und Terroirnoten von Saint-Roch. Dazu Rauch, seidigweicher Abgang mit einem klitzekleinen Bitterorangen-Güüli.

2016 Château La Négly La Porte du Ciel: So schwer wie die Flasche ist auch der Wein! Dick und konzentriert, fleischig, mit viel Alkohol – definitiv noch ein paar Jährchen zu jung.

2003 Château La Négly La Porte du Ciel: Colafröschli, Thymian, hundert andere Gewürze, einfach grossartig, samtig – streichelt man das Glas, beginnt der Inhalt zu schnurren!

2009 Riesling Spätlese Juffer Sonnenuhr, Fritz Haag: Kein Donnerstag ohne Riesling! Fritz Haags Juffer Sonnenuhr Spätlese besticht – immer ein sicherer Wert!

1982 Rivesaltes Ambré, Domaine Piquemal: Baumnüsse, Hagebuttentee, Korinthen, beginnen über den Gaumen zu sprinten…

1980 Mas Amiel Millésime: Bratensauce, Buttermödeli, Zwiebelsud, sogar ein wenig Maggi, zeht leicht aus.

Mas Amiel 40 Years: Nussig, Feigen, Tee, gut eingebundener Alkowohlholgoal. Ein wunderschöner Tawny! Da spielt’s auch keine Rolle, dass es noch zwölf Stunden später in der Birne scheppert… nächsten Donnerstag dennoch bitte nur noch Weine unter 10% Alkolol…

Donnerstag, 6. Januar 2022: Catena Zapata!


Getrunkene Weine:

2013 Chardonnay Barrique, Weingut Türk, Kremstal (Österreich): Cremig, rund, jetzt trinken. Hat erstaunlich gut gehalten.

2014 Riesling Kabinett Trittenheim, Grans-Fassian, Mosel (Deutschland): Noch sind wir am Einturnen und Mund desinfizieren – mit einem leichtfüssigen Mosel-Riesling geht das immer gut!

2004 Nicolás Catena Zapata: Dieser Jahrgang wurde mal von Robert Parker mit einem Lafite-Rothschild aus einem grossen Jahrgang verglichen! Cassis, Stachelbeeren, Bienenwachs, Lakritz, vielschichtig und schlicht grossartig – was für ein Start!

2005 Nicolás Catena Zapata: Leicht animalisch, anfangs leicht sprudelig, was nach heftigem Durchschütteln weggeht. Recht geschliffen, noch jung wirkend, dunkle Beeren, würzig, langes Finale. Wirkt alkoholischer und schwerer als der 04er.

2006 Nicolás Catena Zapata: Schwarze Kirschen und Brombeeren! Mokka, Rauch – riecht fast wie ein Neue-Welt-Shiraz! Sexy-Süsse, die einen umgarnt, riesenlanger Abgang!

2009 Nicolás Catena Zapata: So anders als die drei Vorgänger! Ganz wenig Stall, schwarze Früchte, sehr mineralisch, staubigtrockener Schotter, kräftig, ja geradezu maskulin, recht viel Säure, noch nicht auf dem Höhepunkt.

2016 Nicolás Catena Zapata: Kam nach dem 17er auf den Markt. Neben dem Hauptanteil von Cabernet Sauvignon und Malbec neu auch mit Cabernet Franc. Kaffee, Tofifee, Lakritz, Zedernholz, würzig, schwarze Beeren. Am Gaumen leicht pelzig, sehr langes Finale. Noch zuwarten!

2005 Argentino Catena Zapata: Dunkle Beeren, Tabak, Heu, Waldboden, Gewürze. Vielschichtig, linear, hat sowas von Druck, überaus langes Finale – fesselnd!

2013 Adrianna Mundus Bacillus Terrae: Hochmineralisch! Kirschen und Cassis, Flieder, Rauch. Kräftig strukturiert, mit extrem feinen Tanninen und einer fast schon zitrischen Säure. Sehr langes Finale.

1997 Riesling Spätlese Saarburger Rausch Versteigerungswein, Zilliken, Saar: Riesling geht immer!

2005 Riesling Auslese Wehlener Sonnenuhr Goldkapsel, Kerpen, Mosel: Riesling geht immer und immer und immer und immer!

King Ottokar der Erste…