Donnerstag, 26. November 2020: ‚Parker, WS, JS & Co: 96 Punkte‘

Jedes Jahr haben wir einen Punkt gesteigert und sind nun bei 96 Punkten oder 18 Punkten (vom Jancis Müsli, Falstaff, Weinwisser und soo oder 4,8 Punkte Vivino 😉 ). Zugelassen sind die bekannten Weinkritiker und ausgeschlossen sind Marroni und Gerstl 😉 Du hast keinen 96 Punkte Wein? – macht nichts – es dörf au es Bitzeli meh sii.

Die Weine werden verdeckt degustiert, um niemanden zu beeinflussen und wir werden herzhaft diskutieren über Land, Traubensorte und Jahrgang.

Marc und Otti freuen sich auf deinen Wein und eine angeregte Diskussion – zur Erinnerung: Wir achten weiterhin auf die strengen Coronaregeln. Es gilt Maskenpflicht, 2x 4er Tische, nur mit Anmeldung bis max. 8 Persoenen.

Donnerstag, 19. November 2020: Australien (2000 und jünger)…

Getrunkene Weine:

2000 Riesling Isolation Ridge, Frankland Estate: Gelbe Aepfel, Bienenwachs, Apfelkuchen, sehr schön gereift – macht noch richtig Spass!

2007 Cabernet Sauvignon Blacksmith, Langmeil: Schwarze Johannisbeeren, laktisch, etwas Vanille, dezent Tabak. Am Gaumen leicht grün, adstringieren, mittlere Länge.

2001 Shiraz Estate Bottled, Rosemount: Gummiabrieb, Zwetschgenkompott, Schokolade. Wirkt mastig und etwas zu alt.

2003 Shiraz Victoria Estate Bottled, Brown Brothers: Aetherische Noten, Nagellack – Flaschenfehler?

2016 Jekyll & Hyde Shiraz Viognier, Hugh Hamilton: Brombeeren, Milchschokolade, Menthol, rohes Fleisch. Am Gaumen voll, leicht Grünschnitt, druckvolles Finale.

2005 The Stocks Single Vineyard, Woodstock: 100% Shiraz. Vielschichtige Nase! Brom- und Himbeeren, Aufschnittplatte, Wild, spezielles Holz, Rauch, Teer, Pfeffer. Am Gaumen mundfüllend, Tabak, sehr langes Powerfinale – Spektakel pur! Dazu Jimis Live-Gitarrensalven aus Woodstock oder Janis Joplins geniales Gekrächze – himmlisch!

2006 The Relic, Standish: Syrah und Viognier. Teer, Lakritze, Mokka, Pfeffer, üppig, fast schon schwülstig. Geht’s noch dicker?

2018 Carnival of Love, Mollydooker: Und ob! Himbeeren und rote Johannisbeeren dominieren, dazu Zedernholz, Mokka. Am Gaumen erstaunlich würzig, breit und mit viel Alkohol, langes Finale.

2010 Shiraz Alte Reben, Kaesler: Zum Schluss etwas ganz Anderes! Lakritze, schwarze Schokolade, mineralisch, spannende Gewürze, zum Teil irritiert leichter Nagellackgeruch. Am Gaumen fleischig, vielschichtig, mit geschmeidigen Tanninen und einem langen Finale. Spannend!

Donnerstag, 12. November 2020: Lombardei

Getrunkene Weine:

2010 Franciacorta Brut Cellarius, Berlucchi: Brioche, floral, Honigwaben – ein feiner Sprudeleinstieg in einen hoffentlich spannenden Lombardei-Abend…

2009 Chardonnay Curtefranca, Ca‘ del Bosco: Feine Zitrusnoten, Rauch, Brioche, hohe Mineralität. Cremig am Gaumen, schöne Struktur, langes, trockenes Finale.

2014 Lugana Riserva Sergio Zenato, Zenato: Vanille, tropische Früchte, Honig. Breite Struktur, schon fast ein Fettsack – aber ein schöner…

1986 Maurizio Zanella Vino da Tavola, Ca‘ del Bosco: Bordeaux-Blend. Waldboden, Pilz, Zedernholz, würzig. Am Gaumen vif und mit hervorragender Säure.

1998 Maurizio Zanella Vino da Tavola, Ca‘ del Bosco: Leder, Schokolade, Lakritz, Zedernholz, strahlt eine Wärme aus, der man sich nicht entziehen kann. Feine Gewürze, am Gaumen mit viel Druck, enorm langes Finale.

2015 Cabernet Sauvignon, Azienda Agricola Santa Cristina: Cassis, Karamell, sehr laktisch und den meisten doch etwas gar zu süss.

2012 Nero per Sempre, Pratello: Himbeeren, Holunder, Grünschnitt. Am Gaumen leider störend Kohlensäure.

2004 Sforzato San Domenico, Triacca: „Warme“ Nase, Brombeeren, fermentierte Feigen, würzig.

2011 Blackedition Sforzato, Plozza: Brombeeren, Kaffee, schwarze Schokolade, Mandeln. Fleischig, kompakt.

1995 Ornellaia, Tenuta dell’Ornellaia: Das sind Piraten, die wir lieben – vielen Dank, Jorge!

2016 Lambrusco Grasparossa di Castelvetro, Villa Cialdini: Kaltes rohes Rindfleisch, nach dem Ornellaia schon fast ein Kulturschock – sprudelnd, eher trocken – fühlt sich etwa so an, wie wenn man die Zungenspitze an eine Batterie hält…

1999 Vintage Port, Quinta do Vesuvio: Ein Port-Pirat zum Schluss – ging leider etwas unter – einerseits war die Ornellaia-Euphorie noch nicht verdampft, anderseits kitzelte noch immer der Lambrusco auf der Zunge…