Donnerstag, 29. Januar 2015: Portugal!

Wer hätte das gedacht – ein leckerer Portugal Weinabend! …. und erst noch mit dem berühmten Sandgruben Wein dem Colares 1976! Gibts das eigentlich noch?

Degustierte Weine:

– Colares Reserva 1976, Tavares & Rodrigues: Heu, rote Beeren, wirkt viel jünger; am Gaumen knochentrocken, mächtig Säure, anhaltend. Hält nochmals locker ein Jahrzehnt oder mehr.

– José de Sousa Mayor 1994, José Maria da Fonseca: Aromat, Leder, Tabak; am Gaumen verblüffend, warme Süsse, recht konzentriert; über dem Zenith, aber noch im Spassfaktorbereich.

– Brutalis 2008, Vidigal Wines: Sonntagsbraten, Blumentopferde; am Gaumen nicht ganz harmonisch – das Label ist besser als der Inhalt.

– Vertente Douro 2005, Niipoort: schwarze Beeren, Mokka, schmeichlerisch, weich, endet leider etwas kurz.

– Monte do Castanheiro 2011, Quinta do Zambujeiro: dunkle Beeren, schwarze Schokolade; am Gaumen schöner Schmelz, reife Tannine, gute Länge.

– Quinta de la Rose Reserva 2009: schwarze Schokolade, dunkle Beeren, mineralische Note; am Gaumen extrem viel Kraft, lang.

– Terra do Zambujeiro 2008, Quinta do Zambujeiro: leicht animalisch, dunkle Beeren, Teer, Mokka; am Gaumen Power, langer Abgang.

– Vintage Port 2011, Quinta de la Rosa: noch zu verschlossen, sehr jung, wirkt im Moment etwas medizinal.

– Vintage Port 1995 Churchill: ups – entweder durchlässiger Kork oder der Wein ist tatsächlich schon hinüber.

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Donnerstag, 22. Januar 2015: Australien!

Meine Herren, was war das für ein toller Abend! Mit vielen Ueberraschungen und der Einsicht, dass Australien vieeeel mehr ist als (nur) die Stätte mastiger Shirazbomben!

Degustierte Weine:

– Chardonnay 1997, Chain of Ponds: entwickelte sich an der Luft immer besser: das Endresultat waren herrliche Noten wie bei einem reifen Champager: Brioche, Honig, etc. Was von allem Anfang an beeindruckte, waren die Ananas- und Lycheearomen – und dies bei einem 18jährigen Weisswein!

– Chardonnay 1996 Barrel Fermented, Wolf Blass: Dass es bei solch alten Weissweinen auch anders verlaufen kann, zeigte dieser Wein: Sherry, Nüsse, def. zu alt. Macht keinen Spass mehr.

– Cabernet Sauvignon 1993, Pepper Tree Wines: Ganz wenig Maggikraut, Sugo, Blut; am Gaumen Leder, noch mächtig gut trinkbar.

– Shiraz Margaret River 1994, Hesperos Wines: Harz, Farbton, leider nein.

– Classic Merlot 1997, C. Cimicky: Blut, Himbeeren, Leder, Tabak; am Gaumen unheimlicher Druck, macht riiiesig Spass – diese süsse Reife lullt einen so richtig ein!

– Merlot Prestige 1997, Haan: und nochmals ein Glückstreffer! Noch sehr viel Frucht, Zwetschgen, Feigen, sehr konzentriert, am Gaumen viel Druck, langes Finale.

– Seven Surveys 1998, Peter Lehmann: schwarze Schokolade, leicht erdig; am Gaumen nicht die Kraft der Merlots, dieser Schmelz fehlt etwas, aber auch dieser Wein ist noch sehr gut trinkbar.

– Pinot Noir Estate 2006, Pirie, Tasmanien: klassische Pinot-Nase, Erdbeeren; am Gaumen saftig, fein, macht richtig Spass.

– Riesling Eden Valley Botrytis Affected 1994, Heggies: Karamell, Erdbeeren, Schwarztee, Ingwer; am Gaumen fehlt etwas die klare Süsse.

– Muscat Liqueur Brown Brothers: weich, mollig, rund – der perfekte Abschluss eines gelungenen Abends.

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Donnerstag, 15. Januar 2015: Brunello und Rosso di Montalcino

Degustierte Weine:

– Rosso di Montalcino 2010, Campogiovanni: leicht animalisch, Dörrfruchtaromen, dunkle Beeren, Lavendel; am Gaumen erstaunliche Kraft aufweisend, Sauerkirschen im mittellangen Finale.

– Rosso di Montalcino 2006, Ciacci Piccolomini & Aragona: Schwarze Früchte, leicht erdig, Lakritze; am Gaumen rund und weich, recht langer Abgang.

– Brunello di Montalcino Pian delle Vigne 1997, Antinori P.: Maggikraut, Lakritze, asiatische Gewürze; am Gaumen mineralisch, recht viel Druck aufweisend, mittellang. Das Spiel mit den 97ern – steht der nochmal auf und macht so richtig Spass, oder nimmt der Liebstöckl zu?

– Brunello di Montalcino 1997, Podere Bellarina, Palagetto: Lakritze, mineralisch, Heu, richtig schön gereift; am Gaumen perfekte Reife, genau auf dem Höhepunkt, macht riesig Spass!

– Brunello di Montalcino 2009, Altesino: Anfangs viel präsentes Holz, Lakritze, Tiramisu, gemahlene Nüsse, Kaffee; am Gaumen voller Körper, weich, cremig, recht viel Druck aufweisend.

– Brunello di Montalcino 2008, Campogiovanni: enorm viel Lakritze, leicht schweflig, wenig Gummi, dunkle Beeren; am Gaumen noch etwas verschlossen wirkend, braucht noch etwas Zeit, im Moment noch zu präsente Säure.

– Brunello di Montalcino 2006, Argiano: Lakritze, dunkle Beeren, Röstaromen; am Gaumen cremig, mittlere Länge, floraler Touch, anfangs der Trinkreife.

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