Degustation 23. April 2015: Südliches Italien

Degustierte Weine:

– Irpinia Bianco 25 rare 2011, Nativ: Quitten, Birnen, würzig; am Gaumen mineralisch, wieder (zu)viel Birnen, leider etwas wenig Säure, eher kurz.

– Etnabianco 2010, Cottanera: Kräutrig, sehr mineralisch, am Gaumen leicht bitter, hat Charakter.

– Senza Parole 2013 Primitivo: Oh je, auf was haben wir uns da eingelassen? Ok, das Thema lautet Süditalien, da müssen wir durch. Viel Restsüsse, wenig bis kein Charakter.

– Nero d’Avola Cor’Leon 2013, Costanza di Mineo: Brombeeren, konfitürig, banal, zu einfach für unsere verwöhnten Gaumen…

– Santa Cecilia 1999, Planeta: leider nur noch Sherrynoten, def. vorbei.

– Patriglione 1990, Taurino: Blut, Dörrobst, Leder, Lakritze; am Gaumen komplex, schön, rund, weich – hat gehalten, Hut ab!

– Taurasi Vinosia 2004: Von Bouillon dominiert – hoffentlich nur ein Flaschenfehler.

– Primitivo di Manduria Sud 2011, Feudi di San Marzano: Schwarze Beeren, Bitterschokolade, Tabak, Holz, opulent, sehr gut gemacht, da gibt’s eigentlich nicht viel zu meckern – für Freunde der Opulenz.

– Sessant’anni 2010, Feudi di San Marzano:  K O R K!

– Montepulciano d’Abruzzo Riserva 2006, Colline Teramane, Orlandi: Zältli, Fruchtbombe, am Gaumen recht viel Druck, gute Länge.

– Primitivo di Manduria Centurio 2010, Vigne Vecchie: Schwarztee, viel Holz, Pfeffer, Feigen; am Gaumen breit, nobel, gute Länge.

– Radici Taurasi 2007, Mastroberardino: Schwarze Beeren, rauchig, pfeffrig; am Gaumen voller Körper, sehr lang, noch jung, tanninbetont.

– Eremo San Quirico 2010, Nativ: Brombeeren, konfitürig, viel Holz; aufgemotzt am Gaumen, wirkt nicht echt, nimmt man ihm die Süsse weg, folgt (fast) nichts mehr hinterher. Enttäuschend.

– Muscat da Cap Corse Cuvée des Gouverneurs 2005, Orenga de Gaffory: Zwar nicht gerade Süditalien, aber die Mandarinli, Pfefferminz- und Grape Fruit-Orgie, die Schönheit am Gaumen lassen uns darüber hinwegblicken.

Fazit: weniger wäre mehr gewesen…

sueditalien

Degustation 16. April 2015: Championsleague FC Barcelona – Paris

Paris St. Germain (Frankreich) gegen FC Barcelona (Spanien):

– Champagne Brut Reserve Saveur d’Automne 1988, Guy Michel: Eher dunkles Gelb, Honignoten, Brioche; am Gaumen sehr reif, feingliedrig, lang.

Iniesta Corazon loco blanco La Pasion por Dentro 2013: Iniesta in allen Ehren, da kommt nicht viel: traubig, gümmelig, am Gaumen flach, nichtssagend, uninspirierend.

Iniesta Corazon Loco Seleccion 2010: Würzig, Kaffee, Eukalyptus, am Gaumen schmeichlerisch, weich, rund, eher kurz.

Las Flors Terrasses du Larzac 2010, La Peira en Damaisela: Unheimlich dichter, komplexer Wein, das macht richtig Spass, das schreit nach mehr!

Iniesta Finca el Carril 2011: Laktisch, konfitürig, überladen.

Las Flors Terrasses du Larzac 2005, La Peira en Damaisela: Juhee, nochmals ein Las Flors, und der ist sogar noch besser als der 10er, weil reifer und kein Baby mehr! Super!

FC Barcelona Rioja Tempranillo 2011: Schwefelig, sehr fruchtig, rund und (zu) weich.

Fleurie Terres Dorées 2009: Animalische Noten, interessanter Wein, aber schwierig zu verstehen.

– FC Barcelona 2008: Laktisch, dunkle Schokolade, Mokka, rund weich, eher flach am Gaumen, zuviel Alkohol.

Le Petit Vin d’Avril, Vin de France: Vom Preis her i.O., aber störende Kohlensäure am Gaumen.

– Celistia Constelacion 2009, Costers del Sio: Modern, aber sauber gemacht. Hat Druck und endet lang.

– Canus Verus 2009, Covitoro: Laktisch, überreif, zwar mit Druck, aber es wirkt nicht echt.

Las Flors Terrasses du Larzac 2010, La Peira en Damaisela: Juhee, und nochmals ein Las Flors! Das ist das Schöne an Blinddegus, wo niemand weiss, was wer mitgenommen hat! Leckerer Abschluss.

Fazit: Kantersieg von Paris bzw. Frankreich…

barcelona

Degustation 9. April 2015: Serie Bordeaux – Haut Medoc!

Degustierte Weine:

– Lanessan 1987: Waldboden, Tabak, Pilz, Minze; am Gaumen leicht metallisch, hat aber erstaunlich gut gehalten, Abgang kurz.

– Larose-Trintaudon 1988: Leicht animalisch, Leder; mittlerer Körper; am Gaumen schöne Reife, schlank, mittellang.

– Bel-Orme Tronquoy de Lalande 1990: Schwarztee, der Super-Jahrgang rettet den Wein – leicht süsslich endend. Nicht überzeugend vinifiziert.

– Camensac 1990: Ha, ein alter Camensac, der wirklich Spass macht – wer hätte das gedacht! Tabak, Zedernholz; am Gaumen herzhaft saftig, macht Freude – exzellent gereift!

– Citran 1996: Schweflig, Brotrinde; am Gaumen schlank, kurz.

– Malescasse 1986: modrig, unattraktiv, macht keine Freude (mehr).

– Malescasse 1996: Schwarze Beeren, aber am Gaumen macht die spitze Säure alles zunichte.

– Charmail 1995: erstaunlich viel Frucht für die 20 Jahre auf dem Buckel, am Gaumen gute Struktur, abgebaute Tannine, rund, noch gut trinkbar.

– Charmail 2009: eine neue, moderne Welt! Kaffee, Espresso, modern, Zwetschgen; am Gaumen breit, recht komplex, gute Länge.

– Belgrave 2009: schwarze Beeren, Karamell, Zwetschgen; am Gaumen Kaffee, sehr modern, mittellang.

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