Donnerstag, 7. Mai 2015: Serie Bordeaux – Saint-Estèphe

Degustierte Weine:

– Goulée 2010 (Cos d’Estournel): würzig, schwarze Schokolade, schwarze Johannisbeeren, ganz leicht grün; mittlerer Körper, kurz bis mittellang.

– Phélan Ségur 1997: Lakritze, Waldboden, zuviele grüne Noten; eher kurz und sperrig.

– Calon Ségur 2003: Unharmonisch, untypisch, 10 Jahre warten und hoffen, dass daraus noch was  wird? Ich sage: nein, daraus wird nie mehr was.

– Cos d’Estournel 1996: Leicht animalisch, Lakritze, dunkle Beeren, Mokka, anfangs etwas grüne Noten, die mit der Luft in den Hintergrund treten; am Gaumen von einer spannenden Mineralik umwoben, mittlerer Körper, gute Länge.

– Cos d’Estournel 2003: Nahe der Perfektion! Unglaublich vielschichtige Nase, da ist alles vorhanden, was Freude macht; am Gaumen fleischig, kompakt, powervoll, grossartig, sehr lang – das Highlight des gestrigen Abends!

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Donnerstag, 30. April 2015: Jeder bringt eine Flasche!

Einstieg mit einer knackig frischen, nach Weinbergspfirsich und Zitrusfrüchten duftenden Riesling Brauneberger Juffer 2010 von Fritz Haag. Aufgehört mit einer unverkennbaren Huxel Spätlese 2009, Pink Moon Winery: immer wieder hoher Trinkspass!

Und hier die mitgebrachten Rotweine in der Reihenfolge ihrer Klassierung:

1. Syrah Cailloux 2009, Cayuse, Washington, USA: Terroirwein, an dem man stundenlang schnuppern könnte, da gehen ständig neue Geschmackstüren auf – Chirstophe Barons geniale Handschrift ist unverkennbar!

2. Saffredi 2007, Le Pupille, Toskana, Italien: unglaublich attraktive, warme Nase, mit Noten von schwarzen Beeren, Schokolade, Mokka; am Gaumen tanninreich, noch jung, lang.

3. Guado al Tasso Cont’Ugo 2011, Toskana, Italien: Modernes Geschoss, mediterraner Kräutermix; am Gaumen breit und wuchtig, langer Abgang.

4. – 6. – Il Sasso 2006, Piaggia, Toskana, Italien: Laktisch, leicht animalisch, lakritzig, stark; am Gaumen breit, vollreif, lang.

– Cornas 2006, Clape, Rhône Nord, Frankreich: Schwarztee, Pfeffer, Terroirwein, Lakritze, voller Körper, darf noch etwas reifen.

– Capaia 2006, Capaia, Baron von Essen, Südafrika: sehr rauchige Nase, riecht wie ein Whisky, am Gaumen ohne grossen Tiefgang, man erfreut sich an diesem exotischen Rauchtouch – that’s it!

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