Donnerstag, 17. November 2016: Grosse Weine der ‚Vino de la Tierra (V.T.) de Castilla y Leon‘

Mit Mauro und QS waren überraschend nur 2 VT Castilla y Leon am Start. Beherrscht wurde fast wie erwartet die Degus von den DO’s Toro, Bierzo und Ribera del Duero:

Getrunkene Weine:

– Torresilos 1998, Cillar de Silos, Ribera del Duero: Helle Farbe. Animalisch, Tabak, spanische Nüssli, Minze, am Gaumen endet er leicht bitter. Entwickelt sich an der Luft erstaunlicherweise immer besser.

– Solar de Sael Mencia 2005, Arturo Garcia, Bierzo: Laktisch, Kaffee, grün, eher einfach.

– Paixar Mencia 2010, Luna Beberide, Bierzo: Mineralisch, rauchig, dunkle Früchte, elegant, sehr viel Druck und lang. Ein spannender Wein!

– QS 2005, Quinta Sardonia, Castilla y León: Kompottig, gekocht, Maggi, überladen, macht keinen Spass (mehr).

– Sobreno Reserva Selección Especial 2005, Finca Sobreno, Toro: Laktisch, Karamell,dunkle Beeren, sehr viel Druck – noch erstaunlich fit.

– Mauro 2012, Bodegas Mauro, Castilla y León: Karamell, laktisch, weich und rund, er wirkt in der Reihe der andern degustierten Weine fast ein wenig belanglos.

– Hacienda Monasterio Reserva 2011, Ribera del Duero: Laktisch, schwarze Beeren, Karamell, opulentes Ding, aber attraktiv und mit enormem Druck, sehr lang.

– VGN Selección Privada 2010, Viña Guarena, Toro: Dunkle Beeren, Süssholz, würzig; wirkt noch sehr jung, etwas Kaffee; mächtig, kräftig, sehr lang – tolle Entdeckung!

– Valbuena 5° 2009, Vega Sicilia, Ribera del Duero: Schwarze Beeren, Karamell, leicht reduktiv, am Gaumen recht üppig, Vanille, feine Tannine, recht hohe Säure. Unbedingt dekantieren!

leon

Donnerstag, 10. November 2016: Südafrika mit Boris Peter von Wein & Sein!

Ein herzliches Dankeschön an Boris Peter für die tolle Einführung in die Welt der südafrikanischen Weine!

Getrunkene Weine:

– Roussanne 2013, The Foundry, Stellenbosch: Kräutrig, sortentypisch, floral, reife Äpfel, mit guter Säure.

– Keermont Terrasse 2014, Keermont, Stellenbosch: Mehrheitlich Chenin Blanc, dazu gesellen sich Sauvignon Blanc, Chardonnay und Viognier. Tropische Früchte, vor allem Mango, Clementinen, sehr vielschichtig, mit Tiefe und exzellenter Länge.

– Tokara Director’s Reserve White 2014, Tokara, Stellenbosch: Zitronenmelisse, grasig, Katzenpisse, Windexsalbe, am Gaumen leicht herb, ganz spannender Wein!

– Oineus Pinot Noir 2013, Zürich (Pirat): Rotbeeriges Bukett, intensiv, kräutrig, zeigt sich noch etwas verschlossen, hat Substanz, gute Länge.

– David Grenache 2014, David Sadie, Swartland: Helle Farbe, Lakritze, Möbelpolitur, spannend, aber nicht einfach, mineralisch, nicht jedermanns Sache. Sehr gute Länge.

– Pinotage 2013, Beeslaar, Stellenbosch: Kaffee, schwarze Früchte, laktisch, sehr viel Kraft, modernes Geschoss, kompromisslos.

– Cabernet Franc Raats Family 2011, Raats, Stellenbosch: Gradlinig Cabernet Franc ohne Schnickschnack, mit Noten von frisch geschnittenem Unterholz, frischer Minze, grüne Peperoni, sehr viel Mineralität. Spannender Wein!

– Keet First Verse 2011, Keet, Stellenbosch: Bordeauxblend. Schwarze Beeren, Kaffee, wenig Karamell, guter Mix aus modern/traditionell, rund am Gaumen, lang.

– Badenhorst Family Red 2011, Badenhorst, Swartland: Mehrheitlich Shiraz, dazu etwas Grenache, Mourvèdre, Cinsault, Tinta Barocca. Ultratraditionell, mit Noten von Sauerkirschen, Eukalyptus, Zedernholz, leicht animalisch, saftig, mit taffen Tanninen, kein Strahlemann, eher der Naturbursch mit Dreck unter den Fingernägeln…

– Syrah Steepside 2012, Keermont, Stellenbosch: Pfeffrig, laktisch, Brombeeren, extremer Druck, sehr sehr gute Länge. Tolle Sache!

– Olerasay NV, Mullineux Family Wines, Swartland: Solerasystem aus den Jahrgängen 2008 bis 2013. Chenin Blanc. Ultrasüss, gedörrte Aprikosen, Honig, Williamsbirnen, starke Säure. Sensationelles Elixir!

 

sudaf

 

Donnerstag, 3. November 2016: Serie Bordeaux – Schmeichler für den Novemberabend!

Getrunkene Weine:

– Cuvée Prestige Côtes de Bordeaux Blaye Blanc 2014, Château les Bertrands: Feine Grapefruitnoten, floral, mineralisch, Lindenblüte, erfrischende Säure.

– Château La Louvière Blanc 2013: Oelig, noch verschlossen, Potential vorhanden, am Gaumen wird sich die zur Zeit heftige Säure beruhigen. Weglegen und für Jahre vergessen.

Château Maucaillou 1988: Waldboden, Tabak, Malz, sogar noch Frucht, saftig – gereifter Bordeaux, der durchaus noch Freude macht.

– Château La Couspaude 2003: Dunkle Schokolade, schwarze Früchte, etwas viel Holz, aber auch etwas Bouillon, am Gaumen reif, endet eher kurz.

– Château Grand Destieu 2005: reife schwarze Früchte, viel Lakritze, am Gaumen rund und weich, mittellang.

– Château Pichon-Longueville Baron 2002: saftigfeiner, nicht wuchtiger Bordeaux, Zedernholz, schwarze Beeren, Tabak, mittlerer Körper, langes Finale.

– Château Rouget 2009: sehr üppig, ein typischer 09er, modern, rund und weich. Die einen lieben’s genauso, die andern haben’s lieber mit Ecken und Kanten. Beides ist richtig. Ein richtiger Schmeichler für den Novemberabend…

– Château Ducru-Beaucaillou 1989: Ein sanfter Riese, die 89er Süsse ist einfach zum Verlieben. Hat jetzt den Zenith erreicht, nicht mehr länger zuwarten. Toll!

– Château Doisy-Védrines 1997: recht üppig, Botrytis, getrocknete Aprikosen, gute Länge – der richtige Abschluss eines feinen Bordeauxabends!