Donnerstag, 8. Oktober 2026: ‚Was ich schon immer zeigen wollte aber nie konnte‘

Woody Allen: Was ich schon immer zeigen wollte aber nie konnte **

Wir hatten am Donnerstag viel Spass mit den Geschichten um Sissi und Alexander – dies war auch die Motivation für dieses Thema: Weine, Hintergründe, Geschichten, Lernen.

Sicher schlummert auch bei dir ein Fläschchen, das du schon lange zeigen wolltest, aber das Thema nie passte. Bring das Flacon und die Geschichte dazu mit.

Wir probieren blind und philosophieren über den Wein!

Info: am Do, 15. Oktober bleibt der Weinklub geschlossen – Wir sind in der südl. Rhone.

Donnerstag Degustation

Donnerstag, 8 Oktober 2026 | 19:00 – 22:00

Meinweinkeller – VINOTTI, Hegistr. 39a, Winterthur, 8404

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** übrigens: Ich vermute, du meinst Woody Allens „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“ (Everything You Always Wanted to Know About Sex (But Were Afraid to Ask)). Ein Woody-Allen-Zitat „Was ich schon immer zeigen wollte aber nie konnte“ finde ich nicht.

Der Film stammt von 1972, Woody Allen führte Regie und schrieb das Drehbuch. Grundlage war das damals enorm bekannte Sexualkunde-Buch von David Reuben aus dem Jahr 1969 – Allen macht daraus aber keine Aufklärungsschrift, sondern eine ziemlich absurde Satire. Wikipedia

Das Besondere: Es ist ein Episodenfilm aus sieben voneinander unabhängigen Geschichten, die jeweils eine vermeintliche Frage über Sexualität aufgreifen. OutNow

  1. Wirken Aphrodisiaka? – Woody Allen als mittelalterlicher Hofnarr versucht, eine Königin zu verführen, scheitert dann aber am Keuschheitsgürtel.
  2. Sodomie – Gene Wilder spielt einen Arzt, der sich ausgerechnet in ein Schaf verliebt. Eine der bekanntesten und zugleich bizarrsten Episoden.
  3. Orgasmusprobleme – komplett im Stil eines italienischen Films inszeniert und als Hommage/Parodie auf das damalige italienische Autorenkino angelegt.
  4. Transvestitismus – ein scheinbar biederer Familienvater entdeckt heimlich Frauenkleider.
  5. „Was bin ich für ein Perverser?“ – sexuelle Vorlieben werden wie in einer Fernseh-Quizshow erraten.
  6. Sexualforschung – John Carradine spielt einen verrückten Wissenschaftler; das Ganze entwickelt sich zur Parodie auf alte Horror- und Science-Fiction-Filme.
  7. Was passiert während der Ejakulation? – wahrscheinlich die berühmteste Idee des Films: Der menschliche Körper wird wie eine riesige Kommandozentrale dargestellt. Tony Randall sitzt gewissermaßen im Kontrollraum, Burt Reynolds koordiniert die Abläufe, und Woody Allen spielt ein nervöses Spermium, das auf seinen Einsatz wartet. Wikipedia

Interessant ist auch, dass Allen ursprünglich eine achte Episode gedreht hatte. Darin spielte er eine Spinne, die nach dem Liebesakt von einer Schwarzen Witwe – gespielt von Louise Lasser – gefressen wird. Die Episode wurde schließlich aus dem Film entfernt. Wikipedia

Donnerstag, 1. Oktober 2026: K&K und der Balkan

Was hat Sissi wohl zum Kaiserschmarren getrunken und was trank Alexander der Grosse zum Wildschweinbraten? Wir reisen in den Osten und wollen primär die Weine des Balkans kennenlernen – siehe Karte. Als Notnagel findest du sicher einen Wein aus Österreich oder Ungarn. Aber nicht irgendein Wein, sondern ein Wein, der es auch auf die Tafel von Sissi oder Alexander dem Grossen geschafft hätte. Erzähle uns etwas über deine Auswahl und warum es dein Elixier auf die Tafel der Herrscher geschaft hätte und was sie wohl dazu gespiesen hätten.

Lass uns gemeinsam königlich, kaiserlich schlemmen und schlürfen! …. und lernen!

Donnerstag Degustation

Donnerstag, 8 Oktober 2026 | 19:00 – 22:00

Meinweinkeller – VINOTTI, Hegistr. 39a, Winterthur, 8404

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Donnerstag, 24. September 2026: Brunello di Montalcino – Collemattoni & more

Wir probierten alle neuen Jahrgänge des Brunello Weingutes Collemattoni und ergänzten die Runde mit gereiften Brunello di Montalcino:

Champagne Guy Michel, Vinothèque 2007: Ein herrlicher reifer Champagner mit Brioche, Cremig, Birnen, Apfel, herbe Zitrone, nussig, mit einer toller Mousse.

Casteani, Serin, Vermentino, Maremma 2021: Leicht reduktive Nase, cremig, reif, Blumenwiese, zitronig mit leichter Süsse.

Collemattoni, Adone, Rosso Toscano 2022: Himbeermarmelade, rotfruchtig, Sauerkirschen, einfach, gefällig, easy drinking.

Collemattoni, Rosso di Montalcino 2024: Lebendige spielerische rote Früchte in der Nase, Blutorangen. Am Gaumen noch etwas jung mit verdeckter Frucht, Sandelholz, sandige feine Tanine, burgundisch. Toller Rosso.

Collemattoni Brunello di Montalcino 2020: Die Nase meldet dunkle Kirschen, Schwarzwälertorte, feurige und balsamische Noten. Am Gaumen saubere Früchte und schöne Struktur, edel mit Tabak.

Collemattoni Brunello di Montalcino 2021: Betörende Nase mit tiefen dunklen Früchten, Kirschen, Blutorangen. Edel und funky. Am Gaumen füllig, stoffig, edel, saftig mit feinen Taninen – lagern.

Collemattoni Brunello di Montalcino, Albori 2019: Edle zurückhaltende Nase, Tropenholz, dunkle Früchte. Am Gaumen seidenfein, gehaltvoll, vielschichtig, viel Holz, Tanin, etwas Tomatenmark, mit grossem Lagerpotential.

Collemattoni Brunello di Montalcino, Vigna Fontelontano, Riserva 2019: Die Nase offenbart Kirschen, Cola, Kokos, Zimt, Lebkuchen und Tropenhölzer. Am Gaumen viel Power, Kraft, füllig, griffig, harmonisch, tief und lang, toller Wein.

Castel Giocondo, Brunello di Montalcino 2016: Reife Brunellonase, Kirschen und Caramel. Am Gaumen schöne Reife, würzig, leicht süss, mangelt an Tiefe, Tanin.

Castel Giocondo, Brunello di Montalcino 2007, Limited 150 years Edition: Die Nase zeigt marokanische Minze, dunkel und rotbeerig, grüne frische Würze, Tabak und Edelhölzer. Am Gaumen sämig, reif, füllig, cremig, warm und mit schöner Säure.

Il Poggione Brundello di Montalcino 2008: Tolle reife Brunello-Nase, dunkle Früchte, Cola und Lakritze. Am Gaumen herb, würzig, tiefgründig, feurige Wärme, sehr schöner Wein!

Cacci Piccolomini d’Aragona, Pianrosso 2015: Warme Brunello-Nase mit dunklen Früchten; Am Gaumen würzig, balsamisch, vielschichtig, tief und griffig, ein toller Wein!

Uccelliera Brunello di Montalcino 2015: sooo schade – leicht Zapfen 🙁 aber die Nase zeigt noch dunkle Früchte und der Gaumen ist spielerisch, griffig und tief; schade

Il Marroneto Brunello di Montalcino 2013: Nun bewegen wir uns in neuen Sphären – unglaublich tolle, tiefe, breite Nase; der Gaumen offenbart grosse Tiefe, dunkle Früchte, Nussaromen, ein grosser Wein – einfach geil!

Il Marroneto Brunello di Montalcino, Madonna delle Grazie 2010: Ausserirdisch, tiefe konzentrierte Nase, Vemuth, Lakritze und Steinpilz; am Gaumen präsentiert er sich konzentriert, ein Wahnsinn, Lakritze, Leder, Mahagoni, mit viel Biss, Tanin und bleibt eeewig, Schwarz wie die Nacht, Grip, tolle Struktur und doch wie ein Samthandschuh – ausserirdisch!!

Der Weinclub bei Collemattoni – Liegt der Erfolg an der phantastischen Höhenlage mit Blick auf Argiano, am sympatischen Frauenteam oder am Ausbau in grossen Fässern – oder alles & mehr