Donnerstag, 14. Februar 2013: Gauby & more

Wir haben noch nie einen Gauby getrunken – kann das sein!!??

Alle tummeln sich im Schnee und wir geniessen zu zweit:

Domaine Gauby, Vieilles Vignes 2009: Tiefe und üppige Nase nach schwarzen Kirschen (Kneller Chriesi) und Kräuter; harmonisch am Gaumen mit Power, dick und doch saftig und elgant, schönes Tanin Säure Gleichgewicht, Kräuter und vielleicht leicht stielig. Ein grosser Wein!

La Bastide Saint Dominique, Chateauneuf-du-Pape 2009: huiiiiii, diese herrliche vielfältige Nase nach schwarzen Früchten, Brombeeren, Schokolade. Harmonisch am Gaumen, samtig, cremig, schwarze Beeren, Kräuter im Abgang, schöne Tanine, jung, Kräuter im Abgang. huuuuuuuhhhhh – ist das geil geil geil!!!!!!! Alle Jungs, die mit uns im Chateuneuf waren und auf dem Weingut zugeschlagen haben – freut euch!!!!!!!

Do-Degustation vom 7. Februar 2013: Bordeaux Vintage 1987

Degustierte Weine:

– Potensac 1987: leichte Altersnoten, zeigt aber noch etwas Frucht, leicht grün; am Gaumen gewisse Saftigkeit, eher kurz.

– Chasse-Spleen 1987: Schwarze Beeren, Leder, aber auch grüne Noten; am Gaumen eher schlank, leicht spitze Säure. Eher kurzer Abgang.

– Belgrave 1987: Anfangs nasses Seil, kommt aber mit der Luft besser in Fahrt: dunkle Beeren, süssliches Bukett; am Gaumen Schwarztee, exotisch-süsse Struktur, mittellang.

– Clerc-Milon 1987: dunkle Schokolade, Leder, Mokka; am Gaumen recht viel Druck, endet mittellang.

– Ducru-Beaucaillou 1987: Schwarze Kirschen Heu, Zedernnote, Leder; am Gaumen schöne Fruchtnoten, hat Druck, mittleres bis langes Finale. Hier hat man erstmals das Gefühl, den richtigen Trinkzeitpunkt erwischt zu haben.

– Und zum Schluss noch das richtige Bettmümpfeli: Rieussec 1998: Blätterteig, Marzipan, wunderbare Safrannote; am Gaumen recht fett, langes Finale. Jetzt „schon“ gross, in drei, vier Jahren ganz gross.

 

Jahrgangsbewertung Parker 1996 – 1983

Donnerstag 31. Januar 2013: best of ‚blind‘ & Port

Kalt und dunkel – Da kommen kulinarische Genüsse mit tollen Weinen und wärmenden Port’s gerade richtig.

Blind verkostet:

Saint Cosme, Condrieu 2000: Nase mit Mostäpfeln und Klaräpfeln, am Gaumen trocken, wieder Äpfel, Pfirsich, alt?, lang. Degustatoren des Cellertrackers haben schon im 2003 berichtet: etwas ist fehlerhaft an diesem teuren Wein.

ADA 2004, Minotauro Azul, Navarra: Ich habe auf die Nähe zum Rioja gesetzt – niemand und keine Diskussion führte in diese Region. Nase warm und würzig, Michschoggi, Zwetschgen, scharze Früchte – führte die Spürnasen ins Languedoc. Am Gaumen saftig und doch trocken, Säure, dichte verdeckte Frucht, stechende rote Früchte – führten einige ins Ribero.

Fuentaspino, Reserva Especial 2001: Die Nase zeigte schwarze Schokolade, Espresso, Herbstlaub und toastige Noten, schwarze Beeren. Am Gaumen harmonisch, schwarze Wildkriesi mit etwas Bitterkeit. unbedingt dekantieren – öffnete sich nach 2 Stunden.

Le Cupole, Rosso Toscana 2007: Der kleine Bruder des mega teuren Supertoscans an der Nase Leder, Schoggi, Knellerkirschen und für einige leicht medizinisch. Am Gaumen harmonisch, dicht, Leder, schwarze Kirschen, jung, trocken, schwarze Bitterschokolade, Zitronenraspel – modern! Dieser atypische bordeauxmässige Toscanese musste irritieren.

Die Ports in halben Flaschen:

Martinez, Vintage Port 1994, halbe Flasche: hmmmm, an der Nase diese warme Süsse nach eingemachten Früchten, am Gaumen diese Eleganz und warme Süsse mit Honig, nussigem Abgang, Argan Öl, Bündner Nusstorte – einfach ein Genuss!

Churchill’s, Vintage Port 1994: uiiiiiiiiiii, diese Wärme und Vielschichigkeit mit Nüssen in der Nase. Vielschichtig und elegant am Gaumen, Spur von Baumnüssen, schöne leichte Süsse, schwarze Schoggi 70%, wie ein Engeli – so ein toller Abschluss!