Donnerstag, 6. November 2014: Bordeaux – St-Emilion!

Degustierte Weine:

– Grand-Corbin-Despagne 1986: nasser Waldboden, pilzig, kalter Kaffee, Leder; am Gaumen schöne Malztöne, Schwarztee, hat erstaunlicherweise gut gehalten – die meisten vermuten einen leichten Kork.

– L’Arrosée 1995: Kaffeenoten, Gewürznelken, Tabak, Süssholz; am Gaumen herrlicher Schmelz, feine Süsse – toll!

– Canon La Gaffelière 1998: Süssholz, Cassis, Holunder, dazu exotische florale Noten aufweisend; am Gaumen Tabak, schwarze Beeren, aber auch Himbeerzältli – wirkt irgendwie hochmodern und besticht doch oder trotzdem mit einer unglaublichen Vielschichtigkeit!

– Grand-Destieu 2005: Zuhauf Lakritze, Kaffee, aber auch mineralische und florale Noten; am Gaumen moderner Zuschnitt, aber enorm gut gemacht, sehr langer Abgang.

– Berliquet 2000: Tabaknoten, Zedernholz, dahinter aber auch Dörrfruchtaromen, was etwas irritiert; am Gaumen zugänglich, mittlerer Körper, gute Länge.

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Donnerstag, 30. Oktober 2014: Burgunder-Abend!

Roland war in der Region Burgund im Urlaub und brachte eine spannende Anzahl Weine mit. Auch das Essen mundete vorzüglich! Vielen Dank, Roland!

Degustierte Weine:

– Beaujolais Nouveau 2013, Cuvée Novalis: Ja, auch das Beaujolais gehört zum Burgund! Ok, der Beaujolais Nouveau müsste innert Monaten getrunken sein – einfach, Grapefruitnoten, am Gaumen stört die Bitterkeit.

– Saint-Amour 2010, Georges Duboeuf: Reife Bananen, fast keine Fruchtnoten (mehr); am Gaumen eine störende Rhabarbersäure.

– Chablis La Paulière 2012, Jean Durup: Leider Kork. An und für sich schöne Mineralik aufzeigend, aber nicht bewertbar.

– Puligny-Montrachet 2011, Jean-Marc Boillot: Zitrusnoten, Holz, traubig; am Gaumen noch jung wirkend, stützende Säure, wird sich noch besser entwickeln. Essenswein!

– Savigny Les Beaune Les Lavières 1er cru 2010, Chandon des Briailles: Himbeeren, wirklich schöne Frucht; auch am Gaumen schöne Harmonie, mittlerer Körper, druckvoller Abgang – ein Wein, der wirklich Spass macht!

– Beaune les Aigrots 1er cru 2010, Albert Morot: Toastig, Teer, Rauch, viel Lakritze, Zwetschge, sehr interessante Nase; am Gaumen noch ungestüm, muss noch etwas reifen, kommt aber vielversprechend!

– Pernand Vergelesses Ile de Vergelesses 2010, Chandon des Briailles: klassische Pinotnase mit Noten von roten Beeren, Tabak; am Gaumen im Moment etwas Co2-dominiert – auch hier: muss sich erst noch finden.

– Aloxe-Corton Les Fournières 1er cru 2008, Domaine Tollot-Beaut: Leder, erdig, zur Zeit etwas wenig Frucht, am Gaumen fehlt die Harmonie, zwar mit Druck, aber der Schwefel stört. Wer mehrere Flaschen davon hat – immer wieder versuchen – vielleicht kriegt man ihn irgendwann auf dem Höhepunkt.

 

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Donnerstag, 23. Oktober 2014: Jahrgang 1999 querbeet!

Degustierte Weine:

– Cabernet Sauvignon La Motte, Südafrika – Franschhoek: Leicht Maggikraut, Herbstlaub, nasses Seil, Wein, der zu Wild passen dürfte; am Gaumen erstaunlicher Druck, rechte Breite.

– Syrah AOC Valais, Laurent Hug: Typisches Pfefferbukett, Zimt, pfeffriger Charakter, Leder, Weihrauch, aber auch rote Beeren, Jod; am Gaumen eher schmalbrüstig – hat nicht die Kraft vom Vorgänger.

– Sforzato Valtellina, Triacca: Dörrzwetschgen, getrocknete Feigen, Rumtopf, etwas Tabak; am Gaumen kratzig, eher kurz, zeigt aber durchaus Charakter.

– Sfurzat 5 Stelle, Nino Negri: Lakritze, Leder, dunkle Beeren – unglaublich spannende Nase; am Gaumen geht’s wunderbar weiter mit viel, viel Süssholz, recht opulent, viel Druck im langen Abgang.

– Shiraz Black Label Barossa, Peter Lehmann (1998 – sorry – es war dunkel im Keller…): Flädlisuppe, Lakritze, Eukalyptus; voller Körper, langes Finale – zeigt keinerlei Altersnoten.

– Valpiculata Tinto de Toro, Valpiculata: Bengalische Zündhölzli, Sonntagsbraten; am Gaumen nicht sehr harmonisch, dieses Schweflige will einfach nicht weg und stört.

– GSM Rosemount Estate, Rosemount: Tee, Süssholz, klar neue Welt, wirkt überhaupt nicht alt; am Gaumen saftig, feurig, viel Druck – schön!

1999