Donnerstag, 19. Mai 2022: Priorat

Unsere Priorat haben die erste Reife erreicht und deshalb wird es Zeit für eine Rückschau auf tolle kräftige Weissweine und tolle Rote von alten Reben.

Terra de Cuques, blanco, Terroir al Limit, 2017: Cremig, gelber Apfel, exotische Früchte, angebratene Bananen, kräftig, gute Säure, schöner Wein

Sagesse, Cousins, Porrera 2010: Reife Zwetschgen und dunkle rote Früchte an der Nase. Leichter Essigstich, etwas staubig auch am Gaumen. Rauchspeck, Zimt-Zwetschgen, schwarze Sauerkirschen, Schokolade, laktische Note. Von guter Säure bis wenig Säure wurde alles genannt 😉 kontrovers beurteilt.

Ferrer Bobet 2014, Vinyes Velles: An der Nase kräftige dunkle Früchte mit Cassis. Am gaumen Menthol, Power, mundfüllend, saftige schwarze Früchte, schöner Grip und Säure.

Terram 2015, Vinyes de Planassas: An der Nase dukle Kirschen, Röstaromen, eingelegte Früchte, nasser Hund?. Am Gaumen saftig, schwarze Früchte, Kieferholz und gewisse Süsse.

Clos Martinet 2014: Klassiker, saftig, schöne Säure, ausbalancierte Nase, schwarze Früchte, Lakritze und Kaffee, leichte Süsse

Clos Mogador 2006: Zuerst an der Nase Gas – CO2, animalisch, Milch, dunkle Früchte, Leder, hat er wirklich etwas nasser Jutensack?. Am Gaumen saftig, dunkle Früchte, klassischer Priorat, Leder, laktisch, schöne Tiefe, Spur Lakritz, Pfeffer, Peperoni

Clos Mogador 2015: Schwarze Früchte, laktisch, würzig, Thymian, warm, süsslich, rote Kirschen, leicht Lakritz, cremig, Espresso, gekochte Erdbeeren.

Unser Apéro Riesling: Fritz Haag, Brauneberg Juffer Sonnenuhr, Riesling Trocken, GG, 2010: Schöner fast cremiger Riesling, feine dezente Rieslingtöne, wirkt etwas lahm, eine knackige Säure fehlt

Donnerstag, 12. Mai 2022: Bündner Herrschaft

Vom leckeren Completer oder dem überschwänglichen Chardonnay, den verführerischen Pinot Noir oder ein kräftiger Merlot – die Herrscaft hat viel zu bieten – von Fläsch fast bis auf Chur. Und da gibt es tatsächlich einen Dödel im Klub, der glaubt, dass Mels ….

Melser Rathauskeller, Sauvignon blanc 2020: Schöner Sauvignon blanc ohne die typische Grasigkeit, Grapefruit, trockene Zitronen, grüne Äpfel, ölig und rund.

Gianni Boner, Sauvignon blanc 2019: Schöne Honigtöne und Haselnüsse in der Nase. Grasig frisch am Gaumen. Bienenwachs, Grapefruit, Bitterkeit, rote Peperoni, Eiche, schöner Wein.

Marugg, Ruofonära, Chardonnay 2019: Hoi, ein richtig amerikanischer Chardonny. Barrique, buttrig, Süsse, Melone, Stachelbeeren, Sternfrucht, Lichy, reife Ananas, Himbeeren und Eiszeltli im Abgang.

Obrecht, Complleter 2019: Cremig, buttrig, Honig, minerlaisch, tropische Früchte, grasig, klare Butter, streng, holzig, mit Ecken und Kanten – fast sperrig. Viiieeel zu jung!

Gianni Boner, Malanser Completer 2000: Honig, Lindenblütentee, Wachs, reife Äpfel, sehr reife Früchte, güne und trotzdem überreife Äpfel. Doch etwas über dem Höhepunkt aber immer noch schön.

Gianni Boner, Malanser Completer 2009: voll auf dem Höhepunkt, warme reife tropische Früchte, Zimt, Aprikosen, Butter, Barrique, fast Sauterne Affinität, Süsse. Toller Wein.

Gubler, Pinot Noir 2013, Magnus, (Magnum): Ist das ein grosser deutscher Pinot? Wir werden bis zum Schluss im Ungewissen gelassen – einfach ein toller noch junger Wein! Dunkle Früchte, Brotrinde, Rauch, Holz, breit, tief und vielschichtig. getostetes Barrique, schwarze süsse Früchte.

Gianni Boner, Malanser Pinot Noir Grand cru 2015: Dukle Früchte und Cassis, Rauchspeck und Röstaromen an der Nase. Reif, Feuer, Frucht, rote und schwarze Kirschen, Rumtopf, Schoko, Lakritz, Espresso, saftig und Süsse, schöner Wein.

Markus Stäger, Pinot Noir, Barrique, 2016: Leder, Pferdesattel, Tabak, Kaffee und Süsse an der Nase. Am Gaumen saftig, reif, röstaromen, Barrique, harmonische, mit Wärne und Süsse.

Davaz, Pinot Noir: An der Nase dunkles Brot, dezente Kirschen, Kaffee und Leder. Am Gaumen immer dunkler werdende Früchte, unterlegt von Himbeeren, eher dünn aber doch kraftvoll, mit viele Luft dann schwarze Früchte und Lakritz.

Obrecht, Monolith 2011: Moderne Nase mit Schoggi und Creme. Am Gaumen weich, laktisch, SchoggiYoghurt, Minze, Aftereight, Lakritz, versteckte reife Pflaumen.

Donnerstag, 5. Mai 2022: Bordeaux – Zweitweine

Die schönsten Zweitweine der grossen Bordeaux Chateau sind im Focus! Fast alle Bordeaux Grand Cru Classé haben ein Zweitwein im Programm. Oft werden diese Zweitweine von den jüngeren Reben geerntet.

Clementin de Pape Clement 2018: Grapefruit, Gras, angedörrte Zitronen, harmonisch, toll

Le Louvertiere 1993: An der Nase Apfel im Schlafrock, Honig und Zündhölzli. Hat den Zenit bereits überschritten, präsente Säure und etwas oxidiert, Zündhölzli. austrinken.

Smith Haut Lafite 2017: Nüsse, Rauch und Grapefruit an der Nase. Am Gaumen Grapefruit und spanische Nüssli, kräftig und druckvoll, Säure und schöne Bitterkeit.

Chateau de Malleret, cru bourgeois 1978: vermutlich Zapfen, rauchig und nur leichte verwelkte Frucht, Leder, vorbei

Amiral de Beychevelle 2010: An der Nase zurückhaltend und leicht rauchig. Wirkt noch sehr jung, Pfeffernote, weich, modern, laktisch, Brombeeren

Pavillon de Léoville Poyferré 2014: Edle dunkle Früchte an der Nase, Leder, Tabak, warme Früchte. Am Gaumen reif mit schwarzen Kirschen und wilden Brombeeren, Tabak und Leder. Sehr schöner Wein.

La Reserve de Malatric 2019: Tabak, Schoggi und Lakritze an der Nase. Dunkle Früchte, weich geschmeidig und trotzdem Tanin im Abgang. leicht grün, Milchschokolade, eher einfacher Wein

Les Tourelles de Longueville 2009: An der Nase typisch Bordeaux, Cassis, Espresso und Holz. Am Gaumen schöner Grip mit schwarzen Früchten, Espresso, Teer, Tanin, schöner Wein

Echo de Lynch Bages 2011: An der Nase laktisch und Leder, Lacknote. Am Gaumen übertrieben Chriesi und Brombeer-Zeltli, eher weniger kräftig

Alter Ego, Palmer 2015: Typische Bordeauxnase, dunkle reife Früchte, feine Süsse und Tabak, Leder, aristokratisch, schwarze Früchte, dunkler Holunder. Ein toller Wein!

Cypress de Climens 1999: Caramel, Safran, dezent getrocknete Aprikosen, Caramel und Honig am Gaumen.