Donnerstag, 24. März 2016: Ai like Ostern – aia – aya

ai, ai, aiiiiii ….. war das ein Abend! Im kleinen Kreis wurde bis 24 Uhr 5 Stunden nuuur über die Weine dikutiert! Stefan hat seine 5 Punkte Weine ever mit 2 Weinen verdoppelt. Otti schwärmte vom besten Wein seit Jahren und Marcel und Markus hohlten ihre Superlativen aus dem Vocabulaire!

….. der Reihe nach:

Einstieg: Chablis 2009, Raveneau – umgetauft auf Chablinaia: In der Nase: Gravensteiner, Granny Smith, Anflüge von Honig und Lindenblüten, eine Spur Ananas und Mascarpone Creme. Am Gaumen harmonisch, etwas herb, langer Abgang, vielleicht etwas lahm – eine Spur mehr Säure wäre erfrischend. Grosser Wein!

Volpaia Colassala 2010: Die Nase frohlockt mit schwarzen kräftigen Früchten, decenter Vanille und Caramel Creme. Am Gaumen triumphieren die schwarzen Früchte und Kaffeebohnen mit viel Kraft. Mittellanger Abgang mit einer tollen Spur von Schwarztee. Toll!

Brancaia, Illatraia 2011: Cremige Düfte mit vielleicht etwas viel Mokka, schwarzer Holunder, streichelt über die Nasenschleimhäute. Am Gaumen cremig mit schwarzen und roten Früchten – Holunder und Brombeeren. Etwas störende markante Holzspur, leicht alkoholisch, noch nicht ganz ausgewogen.

Sassicaia 1993: Warmes elegantes Nasenspiel mit einer Spur Mokka, Das breite dezente Früchtespiel streichelt wie edle Seide durch die Nase. Leichter Rosssattel der spanischen Hofreitschule. Am Gaumen ein seidiges breites Früchtespiel mit einer feinen Holzspur. lebendige Säure, noch feine Tanine und langer Abgang mit unendlicher Breite! Eleganz pur!

La Poja 1993 – auf der Suche nach der 93er Eleganz: An der Nase schöne feine Süsse. Am Gaumen die gesuchte Eleganz, feine Sauerkirschen, Espresso, süsslicher Schmelz, tolle Gewürznoten. Langer Abgang mit Schwarztee und leider getrübte Freude durch Kork!

Ornellaia 2000: Die Nase mit pechschwarzen Grerüchen, Teer, cremiger Mokka – unglaublich! Nach einer Stunde: subtile Aftereight-Süsse, schwarzer Holunder, feines Zedernholz. Am Gaumen wiederholen sich die pechschwarzen Töne mit süsslichen suptilen Gewürzen, Schwarzteenoten, schwarze Schokolade, feines Marzipan und toller Länge mit tausend Facetten. Die ultimative Powerkiste! Fast unschlagbar!

….. wirklich unschlagbar? wir ziehen parallelen zu Bordeaux? wir sind uns nicht ganz einig. Markus sieht Parallelen zu Chateaux Pichon 2000. sollen wirs glauben? ….

Chateaux Pichon Baronnaia 2000: huffffff, geniale Nähe! Süssliche Nase mit Leder, Kaffee und Teer. Am Gaumen harmonisch mit schwarzen Beeren, Teer, druckvoll, Schwarztee im Abgang, kühle Eleganz! wow!

….. wow wow … und welchem Flaggschiff geben wir den ultimativen Ritterschlag? Ein zweites Glas muss her! …. hin und her … Ornellaia – nein Pichon – doch Ornellaia – oder doch Pichon – nein der Ornellaia. Die Breite! es ist die Breite der Geschmäcker, die bei Pichon das ganze ‚Blickfeld‘ ausfüllen! …. und bei Ornellaia bis hinter die Ohren reicht und um den Kopf kreist und auf Augenhöhe wieder zusammenschlägt!!!! Frohe Ostern!

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Donnerstag, 17. März 2016: Châteauneuf-du-Pape!

Vielen Dank, Roland, für die wunderbaren Châteauneuf-du-Papes!

Degustierte Weine:

– Châteauneuf-du-Pape blanc 2011, Clos du Mont Olivet: Noten von Birnen und Granny Smith-Aepfeln, Ananas, am Gaumen eher schlanker Körper, aber unaufdringlich fein und lecker.

– Châteauneuf-du-Pape 1998, Domaine du Vieux Télégraphe: Recht animalisch, Gewürznelken, Lakritze, Sauerkirschen, öffnet sich an der Luft immer mehr und mehr; am Gaumen breit, mit viel Druck und sensationeller Länge – ein Hammerchâteauneuf!

– Châteauneuf-du-Pape Boisrenard 2000, Domaine de Beaurenard: Wenig Maggi, orientalische Gewürze, Espresso, breitschultrig, sehr lang.

– Châteauneuf-du-Pape Boisrenard 2005, Domaine de Beaurenard: Schwarze, vollreife Kirschen, Lakritze, würzig, noch sehr jung wirkend, aber jetzt in einer sensationellen Trinkphase, da passt einfach alles zusammen; am Gaumen voller Körper, extrem lang und wieder hat  man das Gefühl: sowas von noch jung!

– Châteauneuf-du-Pape 2003, Clos des Papes: Hm, was ist da los? Wirkt etwas unharmonisch, starke Rosinennoten, wirkt wie gekocht, dazu störend viel Alkohol, sehr viel Druck, fast süsslicher Abgang.

– Châteauneuf-du-Pape Cuvée Spéciale 2006, Tardieu-Laurent: 100% Grenache, über 80jährige Rebstöcke, auf sandigem Boden wachsend: Apfelkompott, Feigen, laktisch, Lakritze, Waldboden, mittlerer bis voller Körper, gute Länge.

– Châteauneuf-du-Pape Cuvée Exceptionnelle 2006, Domaine du Vieux Lazaret: Rosssattel, würzig, Waldboden, schwarze Kirschen, sehr gute Länge.

– TBA Sauvignon Blanc 1995, Martin Haider: Kandiszucker, Creme Brulee, sehr gut eingebettete Säure, währschafte Süsse.

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Donnerstag, 10. März 2016: Chile in all seinen Facetten!

Vielen Dank, Andy, für die Superkollektion an chilenischen Spitzenweinen!

– Sauvignon Blanc Estate Series 2014, Errazuriz: Stachelbeeren, grasig, frisch und knackig.

– Chardonnay Aristos Duquesa d’A 2009, Liger-Belair: Leicht medizinal, wunderschönes Fruchtcocktail, Mandarinenschale, Banane, toastig, hervorragend stützende Säure – genügend lang an der Luft und nicht zu kalt Affinität zum Burgund.

– Montsecano Pinot Noir 2012, Montsecano (A. Ostertag): Wäre absolut top, aber ein Geranienton schmälert das Gesamtbild leider empfindlich. Biodynamischer Anbau, Ausbau in Zement-Eiertanks, unfiltriert, das alles ergibt einen exotischen, spannenden Pinot.

– Cabernet Sauvignon Vina Intriga 2009: Cassis, Kreide, Bärendreck, Eukalyptus, Vanille-Zimt, am Gaumen ohne Ecken und Kanten, Karamell, wirkt fast etwas überladen.

– Aristos Duque d’A Grand Cabernet 2009, Liger Belair: Hounder, Cassis, würzig, „warm“, Kirschenkonfitüre, üppig; am Gaumen sehr viel Druck, gute Länge.

– Carménère Terrunyo 2005, Concha y Toro: Tabakig, Zedernholz, schwarze Beeren, wirkt viel jünger, grüne Peperoni; am Gaumen sehr viel Druck und überaus lang.

– La Cumbre Shiraz 2005, Errazuriz: Pfeffrig, üppig, rauchig, Zedernholz, süsse Frucht, lang.

– Clos Apalta Limited Release 2006, Lapostolle: Viel Tabak, schwarze vollreife Beeren, tolle Struktur, extrem lang – toll!

– Altair 2003, Altair: Würzig, wirkt noch erstaunlich frisch, Cassis, am Gaumen ganz leichte Bitterkeit.

– Viña Sena 2012, Sena: Noch ein Baby, eher auf der „kühlen“ Seite, viel Zedernholz und Tabak, aber auch etwas Irritierendes, das an Buttersäure erinnert. Druckvoll und mit langem Abgang.

– Sauvignon Blanc late Harvet 2014, Errazuriz: Leicht, süffig, nicht klebrig, Ananas, Stachelbeeren, lecker.

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