Donnerstag, 8. Januar 2026: Mein WOW-Wein 2025!

Wie schon im letzten Jahr starten wir auch 2026 mit dem WOW-Wein des Jahres: welcher Wein hat dich 2025 aus den Socken gehauen, zu Tränen gerührt und  zum WOWEN gebracht? Bring ihn mit und wir testen dich, ob du dein Lieblingsfläschchen wiedererkennst – denn natürlich degustieren wir blind.

Wird dein WOW-Wein auch mein WOW-Wein sein und erkennst du deinen WOW-Wein aus den andern WOW-Weinen heraus?

Ich freue mich auf viele Wauwaus – äh WOWWOWS – knurre friedlich und wünsche allseits einen wunderwowen Weinabend!

Die WOW-Weine vom Januar 2025
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Donnerstag, 18. Dezember 2025: WeinNachtsessen für treue Mitglieder

Tolle Weihnachtsfeier auch dieses Jahr mit auserwählten Weinen, leckerem Essen (vielen Dank, Roman und Otti) und guter Stimmung.

Getrunkene Weine (die Weine wurden nicht im grossen Rahmen besprochen, deshalb steht hier nur meine eigene Einschätzung):

Clos Jacquin Brut Champagne Grand Cru „Avize“, Pierre Callot: Trotz ordentlich Holz im Gebälk tänzeln Zitrus, Apfel & Co. glattgezogen an der Nase vorbei – am Gaumen dann breite Brust, klare Kante und so frisch, als wär’s mit Perwoll gewaschen worden.

2016 Iphöfer Julius-Echter-Berg Silvaner GG, Hans Wirsching (Franken, Deutschland): Aus der Bocksbeutel-Magnum stolpert er geschniegelt und hellwach ins Glas: würzig, floral, mit dezentem Streichholz-Klick und erfrischender Schlankheit. Zum Schluss legt er eine salzig-mineralische Parade hin, bei der selbst die Geschmacksknospen strammstehen.

2005 Kiedrich Gräfenberg Riesling, Robert Weil (Rheingau, Deutschland): Aus der Magnum rein ins Glas wie flüssige Noblesse: getrocknete Aprikosen, ein Hauch Petrol, cremig und mit perfekt sitzender Säure. Alles wirkt so selbstverständlich, dass man sich kurz fragt, wie verdammt edel ein Riesling eigentlich sein darf.

2008 Riesling Halenberg GG, Emrich-Schönleber (Nahe, Deutschland): Schön, dass es Magnums gibt… 😊 Noch immer voller Energie, fasziniert der Halenberg 2008 mit tiefen, komplexen Kräuteraromen. Am Gaumen salzig und leicht kräuselig, sehr langes Finale – Bäm!

2011 Saffredi, Fattoria le Pupille (Toskana, Italien): Dunkle Beeren und Leder steigen aus dem Glas wie Gedanken, die man längst entsorgt glaubte. Im Mund maximaler Druck bei minimaler Geste, balsamisch nachhallend, festkrallend, flüsternd: Du bist noch nicht fertig mit mir.

2012 Barolo Ravera Bricco Pernice, Azienda Agricola Cogno (Piemont, Italien): Magnum. Dicht wie ein philosophischer Monolog um drei Uhr morgens, von einer messerscharfen Säure zusammengehalten, die dir poetisch Konzentration, Tiefe und kompromisslose Energie einschenkt.

2005 Barbaresco Rabaja, Produttori del Barbaresco (Piemont, Italien): Magnum. Leicht oxidativ, dumpf im Ton, als hätte die Flasche beschlossen, heute schlechte Laune zu tragen. Flaschenfehler?

1996 Barbaresco Asili, Produttori del Barbaresco (Piemont, Italien): Magnum. Teer, verwelkte Blumen, Leder und Tabak – dieser Barbaresco räumt den Gaumen auf wie ein chaotischer Bibliothekar. Am Anfang streng, doch mit Essen wird er zum charmanten Raufbold, der plötzlich alle Regeln bricht.

2012 Mas de la Rosa, Vall Llach (Priorat, Spanien): Magnum. Rumtopf und Zwetschgenkompott treffen auf einen Dicksack, der zu viel Alkohol intus hat. Das Finale schlägt brandig-bitter zu – ein wilder Ritt ohne Anschnallgurt.

2016 Tokaj Aszú 5 Puttonyos, Château Dereszla (Tokaj, Ungarn): Honig, Orangenschnitz, Eistee und ein Hauch Lindenblüte wippen über Blätterteig wie eine elegante Zuckerbande. Feines Süss-Säure-Spiel, das dich charmant um den Finger wickelt, ohne je zu kitschig zu werden.

2003 Vintage Port, Niepoort (Portugal): Magnum. Toffee, Sultaninen und Pflaumen schieben sich üppig und brandig durch, während die Säure sich erfolgreich versteckt. Ein wilder Kerl, ungestüm und leicht aus der Bahn geraten.

1994 Bual Madeira, Blandy’s Madeira (Portugal): Nuss, Zimt, Pfeffer und Honig – Mann, oh Mann, dieser Madeira ist eine einzige Granate! Perfekt integrierte Säure, ein Hauch Blutorange mischt sich ein, und der Abgang ist ein endloser Spannungsrausch, der dich völlig umhaut.