Donnerstag, 27. November 2025: Burgund special – Appellation Pommard

Riesling geht immer: Gut Hermannsberg Bastei GG 2015: Zu Beginn zeigt die Nase Petrol und Gummi; Am Gaumen Stachelbeeren, Sanddorn, Akazienhonig, cremig, Grapefruithäutli, frische Säure; für die meisten ein sehr schöner Wein und wenigen fehlt der Druck und empfinden den Riesling eher flach.

Glerget Frères Pommard 1993: In der Nase Kellerboden, Kaffee, Erde, Tabak, Leder und Waldfrüchte; am Gaumen Rauchnote, ETL! (Wir erfahren ETL = Erde Tabak Leder), Grüne Kräuter, Blut, auszehrendm Zenit überschritten.

Labaume Ainé&Fils Pommard 1997: Tiefe Pinot Nase, edler Pinot, Leder, Kirschen; Am Gaumen Druck und Wärme, feurig, dunkle Kirschen, Hagenbutten, Schwarztee, balsamisch, lang, schön.

Domaine Bernard Delagrange Pommard Chanlains 1997: Edle Pinot Nase und Leder; Am Gaumen differenziert, vielschichtig, Leder, dunkle Waldfrüchte, leicht metallisch.

Jean Allier Pommard 1998: Toller filligraner warmer Duft; Am Gaumen ETL, rotbeerig, Johannisbeeren, Schlank, Kräuter, Tee, leicht bitter, gewisse Eleganz

Domaine Gille Pommard La Chanière 2020: Die Nase zeigt Kirschen, Kräuter und dunkle Früchte; Am Gaumen kräftige dunkle Früchte, Kräuter, Waldfrüchte, Erdbeeren, 4-Fruchtkonfi auf schöne Art, wird als modern beurteilt.

Domaine Chapelle Pommard En Bouef 2023: An der Nase rote Früchte; am Gaumen frisches ‚Schrankholz‘, wirkt dünn, roter Beerentee, Joghurt, Vanille, Hagenbutten, Caramel, international, nicht burgundisch, einfacher Deckeliwii vom Turnfäscht – ob da alle einverstanden sind?

Domaine Rebourgeon-Mure Pommard 1er Cru Grand Epenots 2002: Tiefe Nase mit dunklen Waldfrüchten; am Gaumen dunkle Kirschen, Schwarztee, Druck, tief, lang, vielschichtig, Tanin.

Heitz-Lochardet Pommard 1er Cru les Rugiens 2015: am Gaumen dunkle Kirschen, Hagenbutten, Waldbeeren, warme überreife Erdbeeren, Tanine sind present, weiche Fruchttöne, Zedernholz, (Peperoni), Kirschenjoghurt.

Donnerstag, 20. November 2025: Châteauneuf-du-Pape

Coudoulet de Beaucastel blanc 2022 (Cotes du Rhone): Die Nase schnuppert Mirabellen, glebe Blumen und Birnen; der Gaumen harmonisch, kräftig und recht lang.

Domaine Saint Préferet blanc 2016: An der Nase kräftiger und doch zarter Duft, cremige Agrumen, Sternfrucht; der Gaumen harmonisch, cremig, Birnen, reife Agrumen, Pamelo, leicht bitter mit schöner Säure.

Bastide Saint Dominique Chapelle blanc 2019: In der Nase Honig, angeschlagener Apfel, Blätterteig und gelbe Blumen; der Gaumen mineralisch, kräftig und doch leicht lahm, gelbe Früchte und Honig.

Clos de Papes blanc 2021: Druck in der Nase, gelbe und weisse Früchte, Papaya, candierte Melonen, eine Spur Ananas; am Gaumen harmonisch, biss, schöne Säure, hängt ‚in der Mitte‘ leicht durch, Teebaumöl, leicht alkoholisch, lang.

Clos de Papes blanc 2015: In der Nase exotische frische Füchte, Akazienhonig, kräftig; am Gaumen cremig, Birnen, exotische Früchte, bitter, weisse Häutli, Alkohol packt an der Zunge.

Chateau de Vaudieux blanc 2023: Toller Nasenwein, Blumenwiese; chrüselet auf der Zunge, knackig, frisch, kräftig, gelbe Blumen und Früchte.

Beaucastel Vieilles Vignes blanc 2000: Die Nase schnuppert Äpfel, Birnenkompott, Honig, leichte Medicinalnoten; am Gaumen Druck mit Birnen, Birnbrot, Apfelwähe, Tee, Lindenblüten, Baumnüsse, kontrovers zwischen toll und wäh!

Beaucastel Rousanne Vieilles Vignes blanc 2020: Die Nase offenbart Vanille, Feuerstein, Citrus, Quitten, Blumenwiese, californisch, unglaublich kräftige Nase; am Gaumen frisch und knackig, cremig, Vanille, gelbe Früchte, Druck, ein wirklich toller Wein!

Bastide Saint Dominique Pignan 2009: An der Nase reife Zwetschgen, dunkle Früchte, Schokolade, Kaffee und Gewürznelken; am Gaumen Leder, Schoko, trockenes Laub, Zwetschgen, etwas Braten, schöne Säure, noch schön zu trinken – jetzt austrinken.

Bastide Saint Dominique Pignan 2019: An der Nase reife dunkle Früchte, Schokolade, Zwetschgen und Kirschen; am Gaumen bissig und agressiv, pfeffrig, Cola, Kohlensäure, dunkle reife Früchte – fehlerhafte Flasche?

Domaine Vieilles Julienne 2000: Die Nase zeigt Peterli und Maggi; am Gaumen getrockneter Peterli und dunkle Früchte – Peak überschritten 🙁

Domaine Vieilles Julienne Les Trois Sources 2017: Die Nase black in black mit schwarzen Früchten, Tabak, Kaffee und Lakritz; am Gaumen Kräuter, Lakritz, Pfeffer, Tanin, nicht ausbalanciert, aber toll für alle Fans von ‚black is beautyful‘.

Domaine Giraud Grenache Pierre 2012: Die Nase offenbart ebenfalls Schwarz mit Espresso, Schoggi, Braten, Zedernholz, Blutorangen; am Gaumen harmonisch, agressiv, Pfeffer, schwarze Früchte, leicht bitter, Süsse im Hintergrund, Kräuter, rauchig.

Pierre Usseglio Cuvée de mon Aieul 2009: huff – Maggi und Liebstöckel und am Gaumen überreife Früchte, Gummi und Tomaten, vorbei und tschüss.

Domaine Santa Duc Habemus Papam 2022: An der Nase rote und dunklle Früchte, Kirschen, Kräuter, kräftig; am Gaumen kräftig, lebendige Frucht, beissend Pfeffrig, Erdbeeren, würzig, lässt einem ratlos zurück – dünn – Chnf für Pinot-Trinker.

Colombis 2009: Vorweg – mein bester Colombis 2009 seit 5 Jahren. Mit frischen roten Früchten und Kräutern in der Nase; am Gaumen frisch, saftig, schmelzig, dunkle Früchte, einige erkennen Ansätze von Altersnoten – austrinken.

Herbst 2025
Herbst 2024
Herbst 2023

Donnerstag, 13. November 2025: Serie Bordeaux – Grand Cru Classé de Graves II

Getrunkene Weine:

2018 Château de Fieuzal blanc:
Mit 18er-Prallheit stürmt dieser Wein wie ein überambitionierter Sidekick ins Rampenlicht – Mango und Vanille liefern sich ein Duell am Gaumen, bis das süssliche Finale sagt: ‚Mission Completed – Highscore garantiert.‘

1998 Château Laville Haut-Brion:
Dieser Château Laville Haut-Brion 1998 flüstert wie Brian Jones’ melancholische Altblockflöte in Ruby Tuesday der Rolling Stones von 1968 – geheimnisvoll und tiefgründig, wie ein poetischer Atemzug zwischen zwei Momenten. Genial!

2014 Château Smith Haut Lafitte blanc:
Lindenblüte weht vorbei, Grapefruit und Amalfizitrone hinterher, ein Honighauch zwinkert – und im langen Finale hängt die feine Bitterkeit wie ein freches Couplet, das partout nicht gehen will.

1995 Château Smith Haut Lafitte blanc:
Boskoop im Blätterteig, dazu eine Prise Zigarettenasche für den Bad-Boy-Vibe. Und am Gaumen? Meldet sich der Kork wie ein ungebetener Gast, der unbedingt auch was sagen will.

1988 Château de Fieuzal:
Riecht wie ein feuchter Keller, der sich für Herbst hält: modriges Laub, Pilzwolke, ein Hauch kalter Kaffee für die Stimmung. Am Gaumen dann grüne Kräuter und ein metallischer “So bin ich halt, komm klar”-Touch.

2010 Château Malartic Lagravière:
Wie ein Konzertflügel, auf dem jemand nur fff spielt: Cassis, Karamell, dunkle Schokolade, Cola – ein Bordeaux, der glänzt, aber vergessen hat, dass auch Pausen Musik sind.

2005 Domaine de Chevalier:
Nase top, Gaumen Alarm: schwarze Früchte, Rauch, Graphit – dann BAM! Adstringenz und Säure spiessen dich auf. Eleganz? Kurz zu Besuch. Hoffen, dass nur diese eine Flasche so ist.

2014 Château La Mission Haut-Brion:
Ein La Mission, der noch jung und straff dasteht, mit Cassis, Pflaume, Erde und Tabak – wie ein aristokratischer Nachwuchsheld, der seine Kräfte erst sortiert, aber schon jetzt charmant mit den Muskeln spielt.

2018 Château La Mission Haut-Brion:
Jubelt einem mit Mokka, Cola und süssem Eichenholz ein charmant-verrücktes Aromen-Feuerwerk unter. Eingelegte Kirschen und dunkle Schokolade gleiten wie samtene Erinnerungen über den Gaumen – und man staunt, ob dieser Zauber wirklich La Mission ist.

2005 Château Rieussec Sauternes:
Wie Respighis Notturno aus Sei pezzi per pianoforte: leise Töne von Aprikose und kandierten Früchten, Safran schimmert erst im Nachklang. Honigsüss, nie aufdringlich, ein Traum in Gold.

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