Donnerstag, 22. August 2024: Mosel

Getrunkene Weine:

2021 Riesling Kabinett Ürziger Würzgarten, Dr. Loosen: Weder zu üppig noch zu süss, leicht und frisch, knackig, mit feiner Säure und einem anregenden, salzigen Finish.

2020 Riesling Kabinett Abtsberg, Maximin Grünhaus von Schubert: Noch leicht käsig, hefig, braucht viel Luft oder gutes Durchschütteln. Intensiv mineralisch, Amalfi-Zitrone, Steinobst, Limoncello. Vollmundig, saftig, salzig, beschwingtes, langes Finale.

2018 Riesling trocken, Fritz Haag: Glasklar, stahlig, Mango und weisse Grapefruit, feinduftend, mit frischer Säure, die an den Zahnhälsen kitzelt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

2018 Pinot Noir Honigberg Private Selection, Timo Dienhart: Marcel brachte einen Mosel-Roten und machte sich damit zum Hero! Sehr kräutrig, duftet fast wie ein Wermut. Dunkle Beerenfrucht, etwas Tabak, auch am Gaumen sehr kräutrig, endet etwas kurz.

2019 Riesling trocken Wehlen Sonnenuhr GG, S.A. Prüm: Amalfizitrone, Grapefruit, Orangenschalen, recht üppig, aber mit einer lebendigen Säure, der Abgang ist druckvoll und salzig.

1993 Riesling Auslese Kanzemer Altenberg, von Othegraven: Noch in erstaunlicher Frische angesichts seiner über 30 Jahre… Eistee, gebackene Äpfel, Ananas, nicht übermässig süss, gute Säure, mineralisches Finale.

1999 Riesling Spätlese Kestener Paulinshofberg, Bastgen: Tee, Honig, Aprikosen, Lindenblüten, nicht üppig, aber ölig und cremig. Frische Säure, salzig-mineralisches Finale.

2006 Riesling Auslese Wolfer Goldgrube Reiler, D. Vollenweider: Honig, Apfel im Schlafrock, Rosinen, Safran, Marzipan, fast schon exotische Süsse, aber sowas von lecker und dank der Säure nicht klebrig wirkend.

2009 Riesling Auslese Schimbock, D. Vollenweider: Kandierte Früchte, Pfirsich, Lindenblütentee, feine Mineralität, nicht zu schwer wirkend, langes, leicht salziges Finale.

2008 Riesling Auslese Brauneberger Juffer, Becker-Steinhauer: Karamell, Vanille, buttrig, reifer Weinbergspfirsich, viel Botrytis, gelungenes Süss-Säure-Spiel, der Abgang ist lang und ölig.

2008 Riesling Auslese Goldkapsel Erdener Prälat, Dr. Loosen: Eistee, Safran, Honig, Sultaninen, die Botrytis ist deutlich riechbar. Flüssiger Honig, intensiv, die Säure entschärft die massive Süsse, der Abgang ist sehr lang und konzentriert.

2015 Riesling Auslese** (Goldkapsel) Saarburger Rausch, Markus Molitor: Grapefruit, Ananas, Mango, dezent Honig, süss, aber elegant bleibend, mit ultrafeiner Säure und einer beeindruckenden Länge.

2009 Riesling Eiswein Mülheimer Helenenkloster, Max Ferd. Richter: Bienenwachs, Tee, Steinobst, Quittengelee, zähflüssig, die Säure geht in all der Süsse fast etwas unter.

1989 Riesling Eiswein Neumagener Nusswingert Goldkapsel, Milz-Laurentiushof: Feines Karamell, Honig, Aceto Balsamico. Die Säure fräst noch die letzten Überbleibsel an Zahnschmelz weg und lässt uns diesen Abend unvergesslich in Erinnerung bleiben. Cheers und bis morgen beim Zahnarzt!

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Mosel und ihre Lagen – Quelle Markus Molitor / Titelbild: Zeltinger Sonnenuhr – Markus Molitor

Donnerstag, 15. August 2024: Serie Burgund – Côte Chalonnaise

Auf unserer Weinwanderung durch das Burgund erreichen wir die Côte Chalonnaise. Mit Bouzeron, Rully, Mercurey, Givry und Montagny besitzt die Côte Chalonnaise fünf kommunale Appellationen. Ausschließlich für Weißwein gilt die Appellation Montagny, während in Givry und Mercurey der Rotwein klar überwiegt. Im Gegensatz zur Côte d’Or gibt es an der Côte Chalonnaise keine Grand Crus. Die besten Lagen der kommunalen Appellationen (außer Bouzeron) dürfen jedoch die Bezeichnung Premier Cru führen. (Wikipedia)

Degubericht folgt ….

Sommerprogramm, Donnerstag, 8. August 2024: Grill & Wein

Am 8. August luden Jorge und Otti zum grossen Grillabend (auf dem Platz Feldstrasse 16). Sie sorgten für die kulinarischen Genüsse – das Weinthema lautete: Hermitage/Côte-Rôtie.

Getrunkene Weine:

2017 Hermitage Chevalier de Sterimberg, Paul Jaboulet Aîné: Zwei Drittel Marsanne und ein Drittel Roussanne. Erstaunlich reif, dezente Nussnoten, Zitrusfrucht, traubig, Wachs, Ananas. Klar und mit guter Säure, mineralisches, langes Finale.

2017 Hermitage Nobles Rive, Héritiers Gambert Cave de Tain: Zur Hauptsache Marsanne, ca 5% Roussanne. Reife Melone, Steinobst, Vanille, feinwürzig. Recht vollmundig, cremig, langes, angenehm dezent bitterfrisches Finale.

2015 Ermitage Ex Voto Blanc, E. Guigal: Marsanne. Melonenschnitze, Mandarinen, geriebene Mandeln, Vanille, Mineralität. Vollmundig, ein Powerpaket, der Abgang ist riesig  und endet feinwürzig und erfrischend bitter.

2002 Hermitage Cuvée Emilie, Domaine des Remizières: Hat an Kraft verloren seit dem letzten Aufeinandertreffen im Februar 2021. Die Frucht ist weg, grüne Noten dominieren, der Abgang wird dominiert von einer stechenden Säure.

2001 Hermitage, Tardieu-Laurent: Wirkt streng, mineralisch, Eisen, Blut, plötzlich Kaffee, Teer. Am Gaumen vollmundig, irgendwie majestätisch, überraschend seidig, der Abgang ist lang. Ein knorriger Senior, den man zu einem saftigen Steak entkorken sollte!

2010 Côte-Rôtie La Germine, Benjamin et David Duclaux: Animalik, Würzigkeit, blumig, erdig. Saftig, wenn auch fordernd, langes, pfeffriges Finale.

2011 Côte-Rôtie Ampodium, Domaine Rostaing: Grandios gut gereift, jetzt im perfekten Trinkfenster! Schwarze Beeren, Eisen, Blut, Blutorangen, Pfeffer, Lakritz, supersaftig und mit einem überaus langen Finale – das ist wirklich supersupersuper!

2015 Côte-Rôtie Brune et Blonde de Guigal, E. Guigal: 96% Syrah, 4% Viognier. Viel Pfefferwürze, Trockenfleisch, dunkle Beeren, Graphit. Feinkörnige Tannine, fleischig und leicht floral, langes, mineralisches Finale.

2019 Côte-Rôtie Les Binardes, Maison Stephan: Schwarze Früchte, Oliven, Unterholz, mehr und mehr auch blumig. Am Gaumen saftig, feingliedrig, sehr mineralisches, langes Finale.

2019 Hermitage La Maison Bleue, Paul Jaboulet Aîné: Viel Vanille, dunkle Schokolade, süsse dunkle Frucht. Vollmundig, cremig, sehr zugänglich.

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Grill 2023