Donnerstag, 15. Dezember 2022: WeinNachten

Die Clubmitglieder 2022 feierten WeinNachten – Thema war: grosse Grenaches. Vielen Dank an Roman für das gesponserte Essen!

Getrunkene Weine:

2013 Champagne Autréau de Champillon Réserve Brut Grand Cru (Magnum)

2018 Nelin Clos Mogador (ua Garnacha Blanca), Priorat, Spanien

2017 Com Tu Garnatxa Negra de La Figuera, Clos Mogador (Montsant, Spanien)

2011 Espectacle del Montsant Garnacha (Montsant, Spanien)

2016 Espectacle del Montsant Garnacha (Montsant, Spanien), Magnum

1997 Greenock Creek Corner Stone Grenache (Barossa, Australien)

2007 God Only Knows Grenache, Cayuse (Washington Walla Walla, USA)

2011 Noon Eclipse (Südaustralien, Australien)

2003 Châteauneuf-du-Pape Chaupin, Janasse (südliche Rhône, Frankreich)

2011 Châteauneuf-du-Pape Grenache de Pierre, Domaine Giraud (südliche Rhône, Frankreich)

2016 Alto Moncayo Garnacha (Campo de Borja, Spanien)

2014 Rivesaltes Grenat sur Grains Vin Doux Naturel, Domaine Boudau (Rivesaltes, Frankreich)

Ist da wer am Abnehmen?

Donnerstag, 8. Dezember 2022: Die grossen Merlot dieser Welt

Getrunkene Weine:

2020 Bianco di Merlot Roncaia, Vinattieri (Tessin, Schweiz): Grapefruit, leicht rauchig, eher einfach gestrickt.

2021 Rosato Rovere di Uve Merlot, Brivio (Tessin, Schweiz): Melonenzältli, recht eindimensional.

2011 Riesling Dellchen GG, Dönnhoff (Nahe, Deutschland): Kein Donnerstag ohne Riesling! Zitronenglasur auf ganz bestimmten Küchlein, Clementinen, salzig schon im Duft – klingt komisch, aber es ist so! Grossartige Säure, belebend, pikant, ein Häuchlein Petrol und Honig im ewig langen Finale!

2011 Merlot Cornell, Schreckbichl (Südtirol, Italien): Grasige Noten, Banane, Pflaumenkuchen. Endet kurz.

2009 Sansonina Merlot, Sansonina (Zenato), (Veneto, Italien): Sauerkirschen, üppig wie ein Amarone. Recht eindimensional und ausdruckslos.

2018 Aldone, Terre del Marchesato (Toskana, Italien): Rosinen, recht alkoholisch, Süssholz, dunkle Beeren. Am Gaumen rund, endet kurz.

2007 Giorgio Bartholomäus, Tenuta Argentiera (Toskana, Italien): Schwarze Johannisbeeren, Teer, Margritten, griffig, viel Druck, lang, endet etwas trocken.

1995 Château La Dominique (Bordeaux, Frankreich): Leder, Animalik, Grünschnitt. Leicht bitter, endet mittellang.

2001 Château Franc-Maillet Pomerol (Bordeaux, Frankreich): Schwarze Beeren, Süssholz, Tabak, vollmundig und recht konzentriert.

2014 Merlot Napa Valley, Mondavi (Kalifornien, USA): Schwarze Früchte, dunkle Schokolade, leicht mineralisch, schöner Trinkfluss.

2005 Northstar Columbia Valley Merlot, Northstar (Washington, USA): Kaffee, Lakritz, Milchschokolade, rund und plüschig.

2019 Merlot Vin de Pays Suisse, Nadine Saxer (Neftenbach, Schweiz): Himbeerpastillen, süsslich, Brennnessel, blumig. Wirkt etwas künstlich.

2017 Galatrona Merlot, Petrolo (Toskana, Italien): Vielleicht nicht der beste aller Galatrona-Jahrgänge, aber beeindruckend elegant, nicht zu schwer, dennoch konzentriert, haufenweie Kräuter und Gewürze, Kaffeepulver, schwarze Beerenfrucht, natürlich noch einiges zu jung.

2000 Merlot L’Apparita, Castello di Ama (Toskana, Italien): Zedernholz, Tabak, Gewürznelken, Menthol, Schwarztee. Samtig, als wäre die Füllung aus Pomerol, konzentriert, cremig, mit einem beeindruckend langen Finale.

1998 Masseto, Tenuta dell’Ornellaia (Toskana, Italien): Überragt alle Weine des Abends nochmal um eine Länge! Herrlich kräutrige Würze, kalter Rauch, Sandelholz, Tabak, Minze – harmonisch durch und durch! Tertiäraromen so schön, dass sie dich umhauen! Eigentlich jetzt im perfekten Trinkfenster! Grossartig – ein unvergessliches Erlebnis!

1998 Riesling Spätlese Erdener Prälat, Dr. F. Weins-Prüm (Mosel, Deutschland): Grüntee, Kohlensäure, wirkt nicht so harmonisch.

2011 Grain Noble Marsanne, Chappaz (Wallis, Schweiz): Marzipan, getrocknete Aprikosen, sehr süss, aber mit guter Säure, etwas Safran.

Vorankündigung: Am 15. Dezember feiert der Weinclub WeinNachten mit allen bisherigen Mitgliedern. Anmeldungen bitte bis 12. Dezember vornehmen!

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Höhepunkt eines wunderschönen Abends…

Donnerstag, 1. Dezember 2022: Die grossen Weine der D.O. Ribera del Duero

Alle gegen Aalto – wer schlägt den Aalto!. Die alte Hassliebe Aalto – doch wer schlägt einen gereiften Aalto.

Zum Warmlaufen erstmal der obligate Riesling:

2020 Riesling Kabinett Morstein, Seehof (Rheinhessen): Pfirsichnoten, für einen Kabi recht süss. Versteckte Säure, da müssen sich Süsse/Säure erstmal richtig finden.

Dann, in der Reihenfolge der Blindverkostung:

Aalto 2006: Platz 5. Schokolade, Kaffee, Menthol, gebrannte Mandeln, Orangenzesten, Lakritz. Saftig, aber mit leicht bitterem Abgang.

Flor de Pingus 2000: Platz 3. Ein „Bordeaux“ schmuggelt sich unter die Ribera-Weine. Leder, Pilz, Animalik, Tabak, pelziges, sehr langes Finale. Schade, der hätte am Schluss kommen sollen.

Viña Pedrosa Reserva 2011: Platz 6. Kaffee, schwarze und blaue Beeren, Rauch, Vanille, braucht noch viel Luft, Endet mittellang und leicht bitter. Mit Luft wird er runder und runder.

Aalto 2009: Platz 2. Dicke fett Brombeeren, Kaffee, Cassis, Lakritz, herrliche Fülle. Florale Noten, moderner Touch, aber ein Gaumenschmeichler erster Güte!

Arzuaga Reserva 2011: Platz 1. Schwarze Beeren, Lakritz, Schwarztee, Schokopulver, mineralisch, Blutorangen. Langes Finale. Landete ganz knapp vor Aalto 2009 auf Platz 1.

Hacienda Monasterio Reserva 2012: Platz 7. Sirupig, dickflüssig, Schwarztee, Kaffee, Wundsalbe, sehr alkoholisch.

Alion 2014: Platz 4. Schwarzwäldertorte in flüssiger Form. Seidig, aristokratisch, gross!

Llanos del Almendro 2005, Dominio de Atauta: Platz 8. Marzipan, Pistazien, Schokostreusel, Jasmin. Parfümiert, aber cremig und weich.

Garmón 2015: Platz 11. Dropsig, schwarze Beeren, leichter Fehlton, Schokolade, zehrt am Gaumen aus.

Alonso del Yerro Maria 2004: Platz 12: Zwetschgen, Blutorangen, Heidelbeerjoghurt, die Säure ist zu brachial.

Montecastro Reserva 2010: Platz 10. Animalisch, Kaffee, Brombeeren, rund, nicht sehr vielschichtig.

Avan Cepas Centenarias 2012: Platz 9. Süssholz, Zimt, süsslich, zuviel Alkohol, kurzer Abgang.