Donnerstag, 9. April 2026: Schweizer Rheintal

Wir wollen die Top-Weine aus dem Schweizer Rheintal degustieren. Wie haben 7 Top-Weine bereit (hauptsächlich 2019). Weitere Top-Weine Pinots und Chardonnays oder Completer sind willkommen. Wer mit einem ‚Pirat‘ aus der Herrschaft, wie Studach, Obrecht oder andere erste Gewächse ergänzen will – idealerweise 2019er – trifft das Motto. Nicht jeder braucht einen einen Wein mitzunehmen..

Marc und Otti üben schon passende Lieder und freuen sich auf Dich!

Donnerstag Degustation

Donnerstag, 9 April 2026 | 19:00 – 22:00

Meinweinkeller – Vinotti, Feldstrasse 16, Winterthur, 8400, Schweiz

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Donnerstag, 2. April 2026: Ai like Ostern – aia – aja – aya – aia popaja

Getrunkene Weine:

2019 Blanc de Blancs A/19 Extra-Brut, Champagne Ayala:
100% Chardonnay. Zitrusnoten, dezent blumig, am Gaumen nicht wirklich intensiv, fast süssliches Finale. Am Ende fehlt der letzte Kick

2023 Pleo Gavi, La Raia (Piemont, Italien):
Würzig, blumig, Steinobst und Zitrusfrucht, mit frischer Säure, leicht süsslich, mineralisches Finale.

2019 Riesling Kirchberg GG, Heymann-Löwenstein (Mosel, Deutschland):
Honig umgarnt Weinbergspfirsich, dazu reifes Obst in Hülle und Fülle. Für einen Moselaner fast ungewohnt gewichtig, doch die lebhafte Säure bringt alles elegant ins Lot. Langes, mineralisches Finale.

2017 Gaia Clare Valley, Grosset (Clare Valley, Australien):
Zuviel Karamell, kompottig, zu rund – etwas mehr Ausstrahlung hätte nicht geschadet.

2021 La Viña de Amaya Viñas Viejas, Rodriguez Sanzo (Toro, Spanien):
Schwarzäldertorte, Kakao – die Süsse und die Tannine reden aneinander vorbei. Ein Schuss Lackstich wirft im mittellangen Abgang die Augenbraue hoch.

2019 Cayas Réserve Syrah, Jean-René Germanier (Wallis, Schweiz):
Balsamisch, pfeffrig, süsse Brombeeren, rund und samtig – hier gähnt nichts, alles tanzt. Langes Finale, das einem nachwinkt.

2005 Vacqueyras Réserve,  Château des Tours (südliche Rhône, Frankreich):
Eukalyptus, Blutorange, Blut, Oliven, Himbeeren – ein sinnlicher Wirbelsturm in der Nase. Mineralisch, erdig, magisch, mit einem seidigen Finale, das scheinbar nie enden will. Mehr als ein Hauch Rayas.

2018 Terreus Paraje de Cueva Baja, Bodegas Mauro (Castilla y León, Spanien): Schwarze, pralle Frucht, dunkle Schokolade, ein Hauch Laktik – dicht und konzentriert, mit der Wucht eines Grizzlys auf Beutezug, dabei vollmundig und ultralang wie ein Kraftpaket in Samthandschuhen.

2005 Il Blu, Brancaia (Toskana, Italien):
Hier hat Maggi die Überhand gewonnen und spielt seine Dominanz gnadenlos aus: Alles ausser Maggi muss man erahnen – deshalb ab in den Ausguss.

2018 Magari Ca’Marcanda, Gaja (Toskana, Italien):
Einer der schlimmsten TCA-Fälle in der Weinclub-Geschichte – selbst das Glas musste danach in Quarantäne, so schrecklich roch es nach Kork.

1999 Lupicaia, Castello del Terriccio (Toskana, Italien):
Noch erstaunlich fit, mit Lakritz, Cola, Kaffee, Tabak und Tee. Die Mischung aus Staub und Samt kitzelt angenehm am Gaumen und schickt einen verträumt auf eine kleine Zeitreise zurück ins 1999.

2017 Petraia, Uggiano (Toskana, Italien):
Nasser Hund, feuchte Efeuranken, Holz, das zu sehr im Vordergrund wildert – schwülstig und üppig, aber ohne jede Persönlichkeit.

2016 Coltassala Chianti Classico Gran Selezione, Castello di Volpaia (Toskana, Italien):
Reife dunkle Kirschen, Minze, Cola, Lakritz, Blutorange – stoffig, fleischig, mit einem Anflug an dunklen Maggiwolken. Langes Finale, das Druck macht und nicht locker lässt.

2016 Caiarossa, Caiarossa (Toskana, Italien):
Cassis, Kirschen, kräutrig, fein würzig – dichte Tannine, saftig und geschmeidig, doch mit genug Dreck unter den Fingernägeln, um bis ins lange Finale spannend zu bleiben.

1970 Barbaresco, Gaja (Piemont, Italien):
Das riecht herrlich nach Bündner Fleisch, Teer, Blumen, Blutorangen und Tabak. Ein Nebbiolo wie Mick Jagger: in Würde gealtert, aber immer noch voller Bühnenpräsenz.

2019 Sassicaia, Tenuta Sam Guido (Toskana, Italien):
Ein sehr guter Wein, auch wenn der Schatten von Sassicaia 1990 und Gaja Barbaresco 1970 lang über ihm liegt. Vornehme Zurückhaltung, Würze, Asche, Tabak, Zedernholz, am Gaumen ein Hauch von Grün. Sehr langes, prägendes Finale.

1990 Sassicaia, Tenuta San Guido (Toskana, Italien):
Seidenweich wie das Foulard meiner ersten Liebe, duftet nach italienischem Espresso, selbst Frucht zeigt noch Präsenz. Tabak schleicht sich heran, dazu Walderde, Pilz und Leder. Das ist kein Wein, das ist Erinnerung in flüssiger Form.