Donnerstag, 27. August 2026: Nebbiolo

Wir probieren blind klassische Nebbiolo aus:

  • Pienmont: Barolo, Barbaresco, Langhe ua.
  • Italien: alle Regionen
  • Rest der Welt: spannende Nebbiolo Weine

Wir diskutieren die Herkunft und den Jahrgang.

Findest du einen spannenden Vertreter für eine lebhafte Diskussion?

Donnerstag Degustation

Donnerstag, 27 August 2026 | 19:00 – 22:00

Meinweinkeller – VINOTTI, Hegistr. 39a, Winterthur, 8404

This field is required
Please enter an email address
This field is required

Donnerstag, 20. August 2026: Loire rouge & blanc

Getrunkene Weine:

2022 Montlouis Brut Nature Méthode Traditionnelle, François Chidaine:
100 % Chenin. Hibbelig und komplett ohne Zuckerwatte. So knacktrocken, dass man fast schon wieder Durst bekommt.

2023 Anjou Chenin Blanc, Clau de Nell:
Litschi, Ananas, Hagebutten – und dann dreht die Säure auf Crescendo. Chenin Blanc mit klassischem „Ich bin noch lange nicht fertig“-Syndrom.

2018 Chenin Blanc Clos de la Cerisaie Saumur, Mélaric:
Grapefruit, Kumquat, Salz ohne Ende – dieser 2018er hat offenbar nicht nur im Meer übernachtet, sondern dort gleich noch ein Zimmer genommen.

2021 Chenin Blanc Savennières Clos de la Hutte, Thibaud Boudignon:
Am Anfang macht er auf verschlossene Auster, später blitzen Zitronenzesten, Grapefruit und weisse Blüten durch – dieser Chenin braucht Anlauf, aber dann wird’s verdammt fein.

2023 Sancerre d’Antan, Henri Bourgeois:
D’Antan – klingt nach früher, schmeckt aber erstaunlich frisch: Stachelbeere, weisser Flieder, etwas Mineralik und am Gaumen eine saftig-grüne Grasnummer.

2022 Menetou-Salon Domaine de Champarlan, David & Luc Girard:
Limette, Zitrus, Kreide – Sauvignon Blanc ohne Firlefanz. Saftig und so geradlinig, dass selbst Sancerre kurz neidisch rüberschielt.

2017 Nuit Blanche Pouilly-Fumé, Domaine de Maltaverne:
Nuit Blanche? Eher nicht – mineralisch, straff und salzig, aber hinten raus macht der Wein dann doch langsam das Licht aus.

2019 Blanc etc Pouilly-Fumé, Louis Benjamin Dagueneau:
Blanc etc – Sauvignon Blanc im Hochpräzisionsmodus: glasklar, straff, salzig und mit so viel Mineralik, dass selbst der Feuerstein nervös wird.

2023 Pinot Noir Belle Dame Sancerre, Domaine Vacheron:
Belle Dame – Sancerre kann also auch Rot. Kühl, saftig, elegant und blitzsauber unterwegs – nur für die ganz grosse Romanze fehlt am Ende ein kleines Kapitel.

2016 Cabernet Franc Senseï Saumur, La Source du Ruault Saumur:
Heidelbeere im Mund, grüner Sturkopf im Kopf – dieser Cabernet Franc hat offenbar nie gelernt, sich beliebt zu machen.

2016 Cabernet Franc Chinon, Château de Saint Louans:
Viel Holz, laktisch, ätherisch – klingt nach Wellness, schmeckt aber eher nach Sitzungszimmer. Cabernet Franc mit erstaunlich wenig Lust auf Unterhaltung.

2024 Cabernet Franc Anjou, Clau de Nell:
Viel Frucht, viel Dropsigkeit, wenig Tiefgang – der Cabernet Franc macht auf charmant, bleibt dabei aber ziemlich an der Oberfläche.

2018 Négrette Grenouillère Préphylloxérique, Jérémie Mourat:
Erdig, frisch, authentisch – und hinten raus noch Orangenzeste. Kein Blender, kein Schminkkoffer, einfach ein ziemlich eigenwilliger Kerl.

2011 Clos de Sainte Catherine Côteaux du Layon, Domaine des Baumard:
Wachs, gedörrte Aprikose, Orangenzeste – ein süsser alter Hase, der erstaunlicherweise noch ziemlich viel Pfeffer im Hintern hat.

1996 Coteaux du Layon Sélection de Grains Nobles, Domaine Philippe Delesvaux:
Viel Safran, Orangenmarmelade und Quitte – dieser alte Goldjunge hat offenbar beschlossen, nicht zu altern, sondern sich einfach einzudicken.

Quelle: Von DalGobboM¿!i? – Eigenes Werk

Donnerstag, 13. August 2026: Serie Burgund – Meursault, Chassagne-Montrachet und Co

Getrunkene Weine:

2019 Bourgogne Côte d’Or Vieilles Vignes, Domaine Rémi Jobard:
Ein Bourgogne mit Feuer unter der Haube. Leicht rauchig, blumig, knackig und von feiner Säure getragen.

2016 Bourgogne Champ Perrier, Domaine Tessier:
Bourgogne ohne Lametta. Zarte Frucht, frisch und mit öliger Textur – alles sitzt, nichts drängelt.

2016 Meursault, Domaine Tessier:
Meursault, aber ohne den üblichen Speck. Fein, geradlinig und mit einer taffen Säure, die den Jahrgang ziemlich deutlich unterschreibt.

2015 Meursault Les Casse-Têtes, Domaine Tessier:
Nicht gerade auf Diät – 2015 zeigt sich von seiner üppigen Seite. Kandierte Zitrusfrucht, Apfel und reife Fülle, hinten raus schön kreidig.

2008 Puligny-Montrachet, Louis Carillon & Fils:
Der Kalender sagt 2008. Das Glas widerspricht. Mandarinen, feines Holz und ein Hauch Mandeln, dazu eine Säure mit erstaunlich viel Pfeffer.

2019 Chassagne-Montrachet 1er Cru En Caillerets, Sylvain Morey:
Dieser Chassagne trägt sein Holz ziemlich selbstbewusst vor der Hütte. Rund, schmeichlerisch und charmant – mit einem kleinen Hang zur Üppigkeit.

2015 Chassagne-Montrachet Premier Cru Les Vergers, Philippe Colin:
Weniger Frucht, mehr Persönlichkeit. Moos, florale Würze und ein Hauch Rauch – dieser Chassagne erzählt seine eigene Geschichte.

2024 Meursault Les Malpoiriers, Domaine Chapelle & Fils:
Jung, verschlossen und noch nicht ganz auf Sendung. Granny Smith und Feuerstein sind da, der Gaumen wirkt allerdings (noch) etwas unter Strommangel.

2022 Meursault Vieilles Vignes, Domaine Guy Bocard:
Erster Eindruck: Haben Hefe und Apfel einen schlechten Tag? Dann kommt Luft ins Spiel – und der Meursault findet plötzlich zu sich.

2014 Meursault Vieilles Vignes, Xavier Monnot:
Schon farblich eher Endzeit als Meursault. Karamell und Oxidation liefern sich einen offenen Schlagabtausch – der Wein verliert.

2000 Meursault Premier Cru Perrières, Bouchard Père & Fils:
Apfel im Schlafrock, Honig und ein bisschen Nuss. Dieser Premier Cru hat sich hier sehr gemütlich eingerichtet – herrlich gereift und mit ordentlich Schmelz.

1991 Meursault Les Casse-Têtes, Poulet Père & Fils:
35 Jahre und noch fit wie ein Turnschuh. Vanillecreme, Tarte Tatin und eine Säure wie aus dem Lehrbuch – Hochgenuss mit Altersbonus.

2023 Ladoix Les Vris, Domaine Chapelle & Fils:
Nach all diesen Weissen ist dieser Rote fast schon ein Schock. Passt zwar nicht wirklich, kommt aber gerade recht, bevor der Magen noch saurer wird.