Monster Weine mit viel Kraft, Konzentration, Alkohol und grosser Nobless sind gesucht! Weiss und Rot wanted 🙂 Wir wählen das Monster of the day!
Wir nützen die Gunst der Stunde und schlagen zu! Zur Vorspeise gibt es Lachs und oder Forelle und zum Rotweinmonster Pilzravioli! Lasst uns schwelgen in aller Üppigkeit die das Leben bietet!
Marc und Otti freuen sich auf den Monsterabend! Was ist dein Monster?
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2016 Mara Martin Godello, Bodegas Martin Códax, Monterrei: Öffnet mit runzeligem Apfel, Kamille, Blüten und einem Hauch Bätterteig sein Aromabuch – wie ein Roman, dessen spannendste Kapitel leider schon hinter uns liegen.
2023 La Llorona Godello, Veronica Ortega, Bierzo: Der La Llorona Godello 2023 zeigt Oxidationsnoten, angeschlagenen Apfel und etwas Honig, herb, mit salzigem Finale – ein wenig unsauber wirkend, aber käme er aus dem Jura, gälte das vermutlich als Charakter.
2018 Mais Ala Godello, Xosé Lois Sebio, Valdeorras: Startet leicht reduktiv und mineralisch, legt Honig, Blüten und saftige Mirabellen nach, wirkt konzentriert und klar fokussiert – und verabschiedet sich mit einem mittellangen Finale, das angenehm nachklingt, ohne grosses Drama zu machen.
2022 Godello, Quinta do Sil, Valdeorras: Gibt sich modern und unkompliziert, klar auf saftige Frucht getrimmt, mit einem Hauch Zitronengras, einer fast verschollenen Säure und einem leicht bitter-salzigen Finale – mehr Alltag als Abenteuer.
2016 Louro Godello, Rafael Palacios, Valdeorras: Überrascht für den Preis mit erstaunlicher Raffinesse und zeigt sich trotz zehn Jahren auf dem Buckel noch im vollen Frischemodus – würzig, balsamisch, mineralisch und saftig.
2020 As Sortes Val do Bibei Godello, Rafael Palacios, Valdeorras: Der As Sortes gibt sich vornehm zurückhaltend, voller Tiefe und leiser Grandezza, entfaltet nach etwas Zeit im Glas florale Noten, frisches Obst und Honig, getragen von feiner Säure und einem zartbitteren, langen Finish.
2019 Albariño Gran Vino, Pazo Barrantes, Rias Baixas: Fängt sich nach einer ersten schwefligen Phase und zeigt dann reichlich Steinobst, etwas Wachs und frische Blüten, nuancenreich und klar konturiert, getragen von lebendiger Säure und einem wirklich langen Finale.
2020 Sketch Albariño, Raúl Pérez, Rias Baixas: Der Sketch Albariño 2020 wirkt filigran und zugleich erstaunlich tief, salzig wie ein Spritzer Meerwasser, mit Zitrus, einem Hauch Honig und einer Säure mit ordentlich Biss – und einem Abgang, der länger anhält als mein letzter Ausgang.
2014 Seleccion de Añada Albariño, Pazo Señorans, Rias Baixas: 36 Monate auf der Hefe, reifte fünf Jahre im Edelstahltank und wurde erst 2023 abgefüllt – für einige im Weinclub der Wein des Abends (danke, Marcel!). Viel Floralität, viel Zitrus, ein Hauch Rauch, frisch wie wir ausgeschlafen, harmonisch wie ein gelungener Weinclub-Abend und mit einem leisen Riesling-Echo im Hintergrund.
2017 Wish, Xosé Lois Sebio, Ribeiro: Der Wish 2017bringt mehr Karamell ins Glas, als eigentlich erlaubt sein sollte, bleibt dabei erschreckend konturenlos – und verliert sich irgendwo zwischen Süsse und Langeweile.
2023 Finca el Rapolao, Dominio de Anza, Bierzo: Kommt kernig und selbstbewusst ins Glas, dunkle Früchte, Blüten und würzige Noten stürmen wie kleine Unruhestifter nach vorn, saftig und getragen von Tanninen, die einem fast schon ein High-Five geben – und der Abgang? Der zieht so lange durch, dass man entweder noch ein Glas hinterherschiebt oder einfach gebannt sitzen bleibt und dem Wein beim Nachklingen zuhört.
2018 Valtuille Vino de Villa, Castro Ventosa, Bierzo: Animalische Noten kämpfen mit süssen Früchten um die Vorherrschaft im Dufthimmel, während Blumen dezent im Hintergrund bleiben. Die runde Textur bringt eine unerwartete Sanftheit ins Spiel – wie ein ungehobelter Junge, dessen Hobby Origami ist.
2018 El Rapolao, Michelini I Mufatto, Bierzo: Mufattos El Rapolao 2018 zeigt Rauch und Balsam, Kräuter, dunkle Frucht und steinige Mineralität, straff geführt von fester Säure – im langen Abgang eine feine Bitterkeit, nicht störend, sondern so selbstverständlich, als hätte sie von Anfang an zum Plan gehört.
2012 Las Lamas Bierzo Corullón, Descendientes de J. Palacios, Bierzo: Ist mit 14 Jahren ein kleines Wunderwerk: noch immer jugendlich vibrierend, mit praller schwarzer Frucht, Blutorange und einem Feuerwerk an Gewürzen – und so lang, dass man zwischendurch vergisst, wo der erste Schluck eigentlich aufgehört hat.
2006 Riesling Beerenauslese Goldkapsel Brauneberger Juffer-Sonnenuhr, Willi Haag, Mosel: Etwas pilzig, Wundsalbe, Rosinen, Eistee – schwerfällig wie ein Sumoringer auf Schlittschuhen
2021 Riesling White Label, Woods Crampton: Petrol trifft auf Steinobst und Blumenstrauss, am Gaumen eine keck-spitze Säure, die kurz anstösst und dann mit mineralischer Eleganz wieder von dannen zieht.
2023 Chardonnay Tasmania, Tolpuddle: Zeigt sich zunächst in leichter Reduktion, wie ein scheues Versprechen. Dann entfaltet er tropische Früchte und Feuerstein, unterstützt von einer Säure, die wie ein Stromschlag über die Zunge fährt. Ein Chardonnay, der klare Zeichen setzt und nicht fackelt.
1995 Ausvetia Shiraz, 1995, Penley Estate: Australia meets Helvetia = Ausvetia. Menthol, Orangen, Birnenweggen, Cola. Spektakulär gealtert, noch voller Rock’n’Roll-Vibes, Lederjacke an, Bühne (und Gaumen) zum Beben gebracht.
1997 Mentor, Peter Lehmann: Seinen Zenit hat der Mentor charmant hinter sich gelassen – doch statt zu jammern, lächelt er weise und zeigt, dass auch ein Gentleman im Herbstlaub noch genau weiss, wie man Eindruck macht.
1996 Stonewell Shiraz, Peter Lehmann: Steigt mit Teer und immer noch erstaunlich frecher Brombeerfrucht aus dem Glas wie ein geschniegelter Asphalt-Casanova. Am Gaumen dann eine leichte Bitterkeit – ein Mückenfurz gegen diese betörend schöne Nase.
1998 Creek Block Shiraz, Greenock Creek: Kommt mit Rauch, Salzzitrone und Zitrusabrieb um die Ecke, als hätte er die Nacht in einer Tapasbar durchgemacht und dabei heimlich am Grill genascht. Getrocknete Oliven rollen wie salziger Applaus des Meeres über die Zunge, und der Abschied ist so herzhaft und schillernd, dass selbst Poseidon vor Rührung sein Dreizack-Feuerwerk zündet.
2005 Alices Shiraz, Greenock Creek: 17,5 % – eher Port im Shiraz-Kostüm als Rotwein im Sonntagsanzug. Balsamisch, Schokokade, Melasse, ein Hauch Sweet Corn – zu viel Wumms, und doch tarnt sich der Alkohol so gekonnt, dass man ihm fast höflich die Tür aufhält.
2005 Petit Verdot, Ceravolo: Ein Petit Verdot, der mit Bitterkeit, Säure und einer Handvoll Hagebutten ins Glas knallt, als hätte er sich auf dem Weg nach Bordeaux verlaufen und sei versehentlich in Down Under gelandet – eigenwillig, kantig und stur.
2010 Shiraz Alte Reben, Kaesler: Stolziert mit Veilchen im Knopfloch und Heublumen im Haar durchs Glas, während Schwarztee lasziv nuschelt – und plötzlich weht dieser absurd klare Duft eines alten Kiosks mit druckfrischen Heftchen und Bazooka-Kaugummi-Papierchen vorbei. Dekadent. Nostalgisch. Kurz: geil.
2012 Block 6 Shiraz, Kay Brothers: Düster und verrucht: Flieder und Süssholz im Bündnis mit einem Hauch Jodtinktur – das Finale zu kurz, die Lust bleibt.
2013 Cabernet Sauvignon Lenny’s Block, Ben Potts: Kalte Asche, Kirschen, Cassis, frisch gemähtes Gras – und grüne Peperoni mit grosser Klappe. Noch ein rebellischer Teenager im Glas: ungestüm, leicht grün hinter den Ohren – und trotzdem schon ziemlich überzeugt von sich.
2014 Keyneton Euphonium, Henschke: Cassis und rote Beeren führen ein hitziges Machtspiel, Tomatenmark und Zwiebelschalen flüstern leise Subplots, während ein Hauch Mineralik wieeine freche Lawine durch den Abgang rollt.
2016 Syrah McLaren Vale, Toby Bekkers: Schwarze Früchte halten die Sonntagspredigt, Gewürze murmeln Amen, Blutorange blitzt dazwischen auf – Zitrusabrieb wie Randnotizen im Manuskript. Fein gebaut, pfeffrig im Nachhall, und das Finale zieht sich genüsslich in die Länge.
2019 Shiraz McLaren Vale G.A.M., Mitolo: Speck und Blut auf staubiger Mineralität, Flieder im Knopfloch und eine Säure, die dir frech in die Hüfte zwickt – untypisch Australien, aber verdammt aufregend.
2020 Shiraz Springflat, Wild Duck: Zwetschgen im Alkoholrausch, süsse Frucht, viel Druck. Noch etwas aus dem Takt geraten – ein Wein, der um Zeit bittet.
2005 Fortified Shiraz, Penny’s Hill: Brombeermarmelade auf Espressobohne, daneben fläzt sich die Kaiser-Alexander-Birne im Feigenbademantel. Süss, rund, im Finale ein kleiner Stich – nicht böse. Nur damit du weisst: Ich bin fortified, Darling.