Ist es Cabernet? ist es Merlot? – das Bottle Battle – wir degustieren blind und bestimmen Rebsorte und Herkunft. Wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad und lassen auch Cuvé zu mit mindestens 80% CS oder 80% Merlot.
Marc und Otti freuen sich auf Dich und deine Auswahl!
2019 Riesling Gottesfuss Alte Reben GG, Van Volxem: 120 Jahre alte wurzelechte Reben. Was für ein genialer Riesling! Edel, ohne angeberisch mit Fruchtsalven und Holz um sich zu werfen. Füllt den Raum, ohne sich anzubiedern. Jetzt gross. Morgen auch. In zehn Jahren erst recht.
1995 Château La Dominique: Balsamische Würze, Leder und Lavendel. Im Nachhall lakritzig, schlank, leicht zehrend.
1998 Château La Tour Figeac: Reife Früchte, balsamisch, Hauch von Efeu. Leicht grünes, mittellanges Finale. Ein Wein, dessen Duft mehr verspricht, als der Gaumen liefert.
2004 Château Quinault l’Enclos: Umami, Schokolade, Lakritz, Waldboden und Kiefernadeln. Weit, vielleicht schon am Limit.
2006 Château Quinault l’Enclos: Laktisch, schwarzbeerig, mit Noten von Kaffee und Nusshäutchen – saftig, zugänglich, ein Wein, der den Gaumen sanft füllt.
2000 Château Pavie Macquin: Fruchtkompott, Tomatenmark, zerbrochene Schellackplatte, Blutorangen, Zedernholz, Tabak, Schokopulver. Klingt nach Chaos – schmeckt aber überraschend fein und könnte locker als Barossa-Shiraz durchgehen.
2003 Château Figeac: Kaffee und Waldbeeren, durchzogen von Lanolin und einem Hauch Animalik, dazu ein Flüstern von Harz und überraschender Ameisenhaufen-Würze. Vollmundig, mit pelzigen Tanninen, die über die Zunge kriechen, und einem Abgang, der sehr lange nachklingt.
2005 Château Rol Valentin: Schwarze Kirsche, Lakritz, Gewürze und ein Hauch Weihnachtsbäckerei – noch grün hinter den Tanninohren und etwas kantig. Mal sehen, wohin das Erwachsenenleben führt.
2011 Château Cote de Baleau: Schwarze, etwas freudlose Frucht, Tabak, Kaffee und viel Grünzeug. Staubig, herb und leicht bitter – mehr mürrisch als spannend.
2015 Château Faugères: Dunkle Beeren, Cassis, Lakritz, etwas Mandarine und ein laktischer Touch. Dicht und zupackend – die 15 % wärmen wie ein kleiner Heizlüfter.
2018 Château Trianon: Schwarze Frucht, Tabak, vanilliertes Holz und ein kleines Feuer auf der Zunge. Dicht und geschniegelt – Charakter eher dünn gesät.
1976 Bordeaux Blanc doux, Maison A. de Luze: Boskop, Kandiszucker, Vanille und ein bisschen alter Schrankduft, mit Safran in den Ecken. Wenig Süsse, versteckte Säure – naja, die besten Zeiten sind vorbei.