Donnerstag, 5. November 2026: Best of Argentinien

Noch nie hat die Fachwelt so lautstark über die argentinischen Weine geschwärmt – Terroir, Terroir – Terroir all over!! Von seidigen Pinots aus Patagonien bis kräftige eigenständige Malbecs aus Mendoza!

Welcher Weintyp bist du? Marc und Otti haben die Wahl bereits getroffen – beat the best!

Argentinien Malbec – gegen Rest der Welt – September 2024
Argentinien 2023
Argentinien getrunken ab 2022 im Weinkeller

Donnerstag Degustation

Donnerstag, 5 November 2026 | 19:00 – 22:00

Meinweinkeller – VINOTTI, Hegistr. 39a, Winterthur, 8404

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Donnerstag, 29. Oktober 2026: Best of Rioja

Getrunkene Weine:

2006 Qué Bonito Cacareaba Blanco, Bodega Contador (Benjamin Romeo):
Drei Reifestufen über dem Obstkorb, Benzin im Tank und Karamell im Handschuhfach. Trocken, würzig, mit etwas wenig Säure und Körper – aber hinten raus lang wie ein Strafregister.

2022 Abaris, Bodegas Abeica:
Wachs, Lindenblüten, Grapefruit. Säure mit Ellenbogen, grüne Würze und Mineralik statt Fruchtzirkus. Kein Charmebolzen. Aber auch kein Depp.

2020 Blanca, Castillo de Cuzcurrita:
Reduktiv, Feuerstein, Lindenblüten und Amalfi-Zitrone. Riecht nach Streichholzschachtel mit Meerblick.

2016 Capitulo I Malvasia, Conde de Los Andes:
Reifer Apfel, Zitrus, ein Häuchlein Holz, ein Düftchen Oxidation. Nichts drängt sich auf, nichts macht dicke Hose. Selbst die Säure hält die Füsse still. Dennoch: Reife mit Stil – und fürs Altglas viel zu schade.

2017 Finca la Reñana Reserva Selección Especial, Luis Alegre:
Schokolade, Vanille, Bounty – die moderne Rioja-Abteilung hat wieder mal Überstunden gemacht. Am Gaumen scharfkantig, bitteres Tannin und ein Finish wie die Quittung nach dem Süssigkeitenrausch.

2013 Finca la Oracion, Hacienda Grimon:
Streichholz, Efeuranken, Animalik – im Schlepptau rote Früchte und Orangensorbet. Ein ziemlicher Charakterkopf. Charme war heute offenbar nicht eingeladen.

2019 Esculle de Solabal, Solabal:
Kokos, Holz und Kirsche – die Küferei hatte offenbar freie Hand. Saftig zwar, aber das Tannin verteilt Ohrfeigen und das Finale kaut auf der Bitterkeit herum.

2016 Dalmau Rioja, Marqués de Murrieta:
Dunkle Frucht, süsse Eiche, Rauch und Gewürze. Sumoringer statt Primaballerina – mächtig, opulent und verdammt sexy. Und das Finale? Gefühlt bis nach Japan.

2017 Barranco del San Ginés, Laventura:
Würzig, leicht rauchig, zunächst durchaus gefällig. Dann kommen die Tannine mit dem Vorschlaghammer. Ausgewogen geht anders.

2018 Rioja Reserva, Remirez de Ganuza:
Dunkle Frucht, Minze, rund und warm. Fast brandig – der Alkohol hat offenbar seine eigene Einladung bekommen und benimmt sich wie der Gastgeber.

2016 Rioja Reserva, Contino:
Tomatenmark, dunkle Frucht und ein Schuss Laktik. Seidig, würzig, mit feiner Säure und ordentlich Druck. Vollmundig und lang – reif, aber noch lange nicht auf dem Rückzug.

2015 Rioja Graciano, Contino:
Klassischer Graciano: tiefschwarze Farbe, Zwetschgen, dunkle Beeren, etwas Minze und getrocknete Kräuter. Ausgeprägte Tannine, präsente Säure, langer Abgang – her mit der Wildschweinkeule!

2016 904 Gran Reserva, La Rioja Alta:
Fast schon modern: Schokolade, Mokka und Laktik geben den Ton an. Aber keine Sorge, der Rioja-Ausweis ist echt – und die Zukunft hat er gleich mit im Gepäck.

2010 904 Gran Reserva, La Rioja Alta:
Vanille, rote Früchte, Blutorange, Kaffee und Rauch. Alte Schule, erotische Seidigkeit und ein Finale mit Überlänge. Karol der Erste hat es bereits treffend auf den Punkt gebracht: «Harmonisches Gesamtpaket!»

2010 125 Años, Martinez Lacuesta:
Dunkel, balsamisch, rauchig – dazu feine Bitterwürze und ordentlich Säure. Kein Feuerwerk, aber auch kein Rohrkrepierer. Ein Rioja, der lieber mit dem kleinen Besteck arbeitet.

1994 Prado Enea Gran Reserva, Bodegas Muga:
Süsser Tabak, Walderde, Torf, Rauch, Animalik – dazu Lakritze und Minze. Vollreif, würzig und mit erstaunlich viel Leben in der Bude. Reife Leistung – und kein Gramm Langeweile.

2021 La Loma, Miguel Merino:
Reduktiv, fleischig, rauchig – und ziemlich funky unterwegs. Brombeere und Olive liefern sich ein kleines Gerangel, während die Säure den Laden zusammenhält. Hinten raus scharf wie eine schlecht gelaunte Rasierklinge.

2018 La Loma, Miguel Merino:
Balsamisch, rauchig, dunkle Kirsche und Tabak. Dazu ein Schuss Grünschnitt und Lakritze – kein glattgebügelter Rioja, sondern einer mit Ecken, Kanten und ordentlich Pfeffer im Hintern.

2019 Gran Reserva Barrel Select Edition MeinWeinkeller, Miguel Merino:
Schokolade, dunkle Frucht, edles Holz – laktisch-balsamisch mit ordentlich Tiefgang. Saftig und konzentriert, mit Kräutern, die zum Schluss noch schnell ein paar Krallen ausfahren. Da wird nicht gekleckert, sondern nachgelegt.

Donnerstag, 22. Oktober 2026: Serie Burgund – Chambolle-Musigny und Vougeot

Was für ein grossartiger, hochstehender Weinabend. Burgunder vom Feinsten – allen vielen Dank für diese tollen Pinot-Tropfen!

Getrunkene Weine:

1988 Chambolle-Musigny, André Renaud:
Chambolle-Musigny auf Abwegen: Wermut im Glas, Liebstöckel im Gepäck. Die Oxidation schreibt das Schlussgedicht. Leider ohne Happy End.

2023 Chambolle-Musigny Premier Cru, Domaine Gille:
Rotbeerig, glasklar und mineralisch auf Zack. Aromatisch eine Punktlandung, in der Tiefe leider etwas kurz gesprungen.

2020 Clos Vougeot Grand Cru, Domaine Forey Père & Fils:
Zimtzwetschgen, dunkle Frucht, Fleisch am Knochen und ein Hauch Rauch. Kräftig, würzig, mit einem Finale in Überlänge – unbekannter Produzent, neuer Eintrag auf der Wishlist. So fängt eine Affäre an.

2015 Clos de Vougeot Grand Cru, Domaine François Lamarche:
Erst Stallknecht, dann Hochadel: reduktiv und leicht sprudelig gestartet, über Mineralik und rote Kirsche in den Fürstenstand aufgestiegen. Am Ende sitzt die Krone. Clos de Vougeot mit märchenhafter Karriere.

2009 Clos-de-Vougeot Grand Cru, Domaine du Clos Frantin (Albert Bichot):
Blutorange und Kirsche bleiben Andeutungen, Tomatenmark mischt sich ein. Am Gaumen eher kantig, im Finale fehlt etwas der lange Atem – ein Grand Cru, der nicht alles ausspielt.

2000 Clos-de-Vougeot Grand Cru, Coron Père & Fils:
Leder, Tabak, Kaffee, Wildbret und Blutorange am Reifepunkt – der Wald liefert den Rest. Im Finale übernehmen die Kiefernadeln und bleiben länger als die Jagdgesellschaft.

2014 Clos-Vougeot Grand Cru Le Grand Maupertui, Domaine Anne Gros:
Dunkle Kirsche im Rauchverbot, Würze auf Anschlag, Grip wie Schmirgelpapier in Seide. Noch jung, aber schon ein Schwergewicht – meine Lieblings-Anne hat den Clos Vougeot nicht gelesen, sondern gemeisselt.

2013 Chambolle-Musigny, Domaine Arnoux-Lachaux:
Rote Frucht im Seidenhemd, darunter Muskeln und ein Hauch Stallgeflüster. Griffig bis in die letzte Kurve – und das Finale hat mehr Ausdauer als mancher Marathonläufer.

2015 Chambolle-Musigny, Domaine Arnoux-Lachaux:
Erst muffelt der Wein wie eine vergessene Pappschachtel, dann dreht er völlig auf: dunkle Frucht, Blutorange und Animalik. Samtige Tannine, endloses Finale – vom Altpapier zum Hochadel in Rekordzeit.

2016 Chambolle-Musigny Premier Cru Les Feusselottes, Lucien le Moine:
Balsam für die Nase, Seide am Gaumen: Kirsche, Blutorange und edles Holz, dazu ein Hauch Reduktion und Mineralik. Chambolle im Abendkleid – mit Kirschenduft bis weit hinter den Vorhang.

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Donnerstag Degustation

Donnerstag, 5 November 2026 | 19:00 – 22:00

Meinweinkeller – VINOTTI, Hegistr. 39a, Winterthur, 8404

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