Monster Weine mit viel Kraft, Konzentration, Alkohol und grosser Nobless sind gesucht! Weiss und Rot wanted 🙂 Wir wählen das Monster of the day!
Wir nützen die Gunst der Stunde und schlagen zu! Zur Vorspeise gibt es Lachs und oder Forelle und zum Rotweinmonster Pilzravioli! Lasst uns schwelgen in aller Üppigkeit die das Leben bietet!
Marc und Otti freuen sich auf den Monsterabend! Was ist dein Monster?
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2021 Riesling White Label, Woods Crampton: Petrol trifft auf Steinobst und Blumenstrauss, am Gaumen eine keck-spitze Säure, die kurz anstösst und dann mit mineralischer Eleganz wieder von dannen zieht.
2023 Chardonnay Tasmania, Tolpuddle: Zeigt sich zunächst in leichter Reduktion, wie ein scheues Versprechen. Dann entfaltet er tropische Früchte und Feuerstein, unterstützt von einer Säure, die wie ein Stromschlag über die Zunge fährt. Ein Chardonnay, der klare Zeichen setzt und nicht fackelt.
1995 Ausvetia Shiraz, 1995, Penley Estate: Australia meets Helvetia = Ausvetia. Menthol, Orangen, Birnenweggen, Cola. Spektakulär gealtert, noch voller Rock’n’Roll-Vibes, Lederjacke an, Bühne (und Gaumen) zum Beben gebracht.
1997 Mentor, Peter Lehmann: Seinen Zenit hat der Mentor charmant hinter sich gelassen – doch statt zu jammern, lächelt er weise und zeigt, dass auch ein Gentleman im Herbstlaub noch genau weiss, wie man Eindruck macht.
1996 Stonewell Shiraz, Peter Lehmann: Steigt mit Teer und immer noch erstaunlich frecher Brombeerfrucht aus dem Glas wie ein geschniegelter Asphalt-Casanova. Am Gaumen dann eine leichte Bitterkeit – ein Mückenfurz gegen diese betörend schöne Nase.
1998 Creek Block Shiraz, Greenock Creek: Kommt mit Rauch, Salzzitrone und Zitrusabrieb um die Ecke, als hätte er die Nacht in einer Tapasbar durchgemacht und dabei heimlich am Grill genascht. Getrocknete Oliven rollen wie salziger Applaus des Meeres über die Zunge, und der Abschied ist so herzhaft und schillernd, dass selbst Poseidon vor Rührung sein Dreizack-Feuerwerk zündet.
2005 Alices Shiraz, Greenock Creek: 17,5 % – eher Port im Shiraz-Kostüm als Rotwein im Sonntagsanzug. Balsamisch, Schokokade, Melasse, ein Hauch Sweet Corn – zu viel Wumms, und doch tarnt sich der Alkohol so gekonnt, dass man ihm fast höflich die Tür aufhält.
2005 Petit Verdot, Ceravolo: Ein Petit Verdot, der mit Bitterkeit, Säure und einer Handvoll Hagebutten ins Glas knallt, als hätte er sich auf dem Weg nach Bordeaux verlaufen und sei versehentlich in Down Under gelandet – eigenwillig, kantig und stur.
2010 Shiraz Alte Reben, Kaesler: Stolziert mit Veilchen im Knopfloch und Heublumen im Haar durchs Glas, während Schwarztee lasziv nuschelt – und plötzlich weht dieser absurd klare Duft eines alten Kiosks mit druckfrischen Heftchen und Bazooka-Kaugummi-Papierchen vorbei. Dekadent. Nostalgisch. Kurz: geil.
2012 Block 6 Shiraz, Kay Brothers: Düster und verrucht: Flieder und Süssholz im Bündnis mit einem Hauch Jodtinktur – das Finale zu kurz, die Lust bleibt.
2013 Cabernet Sauvignon Lenny’s Block, Ben Potts: Kalte Asche, Kirschen, Cassis, frisch gemähtes Gras – und grüne Peperoni mit grosser Klappe. Noch ein rebellischer Teenager im Glas: ungestüm, leicht grün hinter den Ohren – und trotzdem schon ziemlich überzeugt von sich.
2014 Keyneton Euphonium, Henschke: Cassis und rote Beeren führen ein hitziges Machtspiel, Tomatenmark und Zwiebelschalen flüstern leise Subplots, während ein Hauch Mineralik wieeine freche Lawine durch den Abgang rollt.
2016 Syrah McLaren Vale, Toby Bekkers: Schwarze Früchte halten die Sonntagspredigt, Gewürze murmeln Amen, Blutorange blitzt dazwischen auf – Zitrusabrieb wie Randnotizen im Manuskript. Fein gebaut, pfeffrig im Nachhall, und das Finale zieht sich genüsslich in die Länge.
2019 Shiraz McLaren Vale G.A.M., Mitolo: Speck und Blut auf staubiger Mineralität, Flieder im Knopfloch und eine Säure, die dir frech in die Hüfte zwickt – untypisch Australien, aber verdammt aufregend.
2020 Shiraz Springflat, Wild Duck: Zwetschgen im Alkoholrausch, süsse Frucht, viel Druck. Noch etwas aus dem Takt geraten – ein Wein, der um Zeit bittet.
2005 Fortified Shiraz, Penny’s Hill: Brombeermarmelade auf Espressobohne, daneben fläzt sich die Kaiser-Alexander-Birne im Feigenbademantel. Süss, rund, im Finale ein kleiner Stich – nicht böse. Nur damit du weisst: Ich bin fortified, Darling.