Donnerstag, 23. Oktober 2025: Merlot aus aller Welt

Getrunkene Weine:

2020 Merlot bianco Roncaia, Vinattieri (Schweiz, Tessin):
Spielt mit spritziger Grapefruit und sonniger Zitrusfrische, während zarte Blütennoten verführerisch vom Glasrand winken – lebendig und nach wie vor voller Frische.

2015 Merlot Galatrona, Tenuta di Petrolo (Italien, Toskana):
Schwarze Beeren, Blutorange und Säure mit Profil – durchzogen von einer Prise Mineralität und einem Hauch Zedernholz. Elegant genervt, charmant selbstbewusst – ein Merlot, der weiss, wie schick er ist.

2015 Merlot Napa Valley, Merryvale (USA, Kalifornien):
Dunkel wie die Nacht, voller Black Currant, Lakritz und Vanille – laktisch wie ein Frühstücksjoghurt, aber mit einem Abgang, der länger dauert als der Abspann bei einem Hollywood-Blockbuster.

2020 Sassi Grossi, Gialdi (Schweiz, Tessin):
Wie ein Espresso mit Heidelbeeren und einem Lederetui als Schaumkrönchen: reife Säure, spürbare Tannine und ein Finale, das würzig nachhallt.

2013 Merlot Le Pratola, Rocca di Castagnoli (Italien, Toskana):
Kaffee, Pflaume und eine Prise Maggikraut – vollmundig, wachküssend wie ein toskanischer Espresso nach zu wenig Schlaf.

2016 Merlot, Anthonij Rupert, (Südafrika, Western Cape):
Kaffee, Pflaume und ein Spritzer Milchkaffee vom sonnengegerbten Winzer. Leicht rauchig, ein bisschen laktisch – wie Cappuccino am Lagerfeuer. Südafrika mit Augenzwinkern.

2015 Merlot Cassiopeia M*Shedir, Jammertal Wine Estate (Ungarn, Villány):
Dunkle Beeren und ein Hauch Karamell geben den Ton an, doch zwischen den saftigen Noten blitzt ein feuchtes Seil und ein leiser Fehlton hervor – ein Merlot mit Ecken, Charme und unerwarteter Ehrlichkeit.

2014 Merlot The Mistake, Vergelegen (Südafrika, Stellenbosch):
Rauchig und stark getoastet, mit dunklen Beeren, Kaffee und einem Hauch Kuhstall – eigentlich ein modernes Geschoss, das direkt einschlägt, mit einem zu kräftig alkoholischen Finale.

2018 Merlot Abundantia, Rigoloccio (Italien, Toskana):
Laktisch, mit Kaffee- und Pflaumenaromen, wirkt etwas überextrahiert – ein Merlot, der kraftvoll startet, aber mit einem auszehrenden Finale endet.

2013 Platinum, Brivio (Schweiz, Tessin):
Kaffee und dunkle Beeren, zähnebeschlagend und streng – ein Wein, der eher Stirnrunzeln verursacht, statt ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

2023 Merlot Spätlese, Tschida (Österreich, Burgenland):
Wie Rimuss Party ohne Mousse, nur ein Hauch Alkohol – süss, unkompliziert und leichtfüßig wie ein Sommertag im Burgenland.

Donnerstag, 9. Oktober 2025: Franken

Was war das für ein Hammer-Frankenabend, bevor der Weinclub dann auf Schulreisli in die Toskana geht. Wir durften die Besten der Besten trinken – vielen Dank an ALLE!

Getrunkene Weine:

2019 Silvaner GG Escherndorf am Lumpen 1655, Horst Sauer:
Zitrus und Grapefruit, Mineralik dabei wie ein Hauch Sommerwind. Am Gaumen prickelt es leicht – macht trotzdem Laune auf den nächsten Schluck.

2021 Sulzfelder Silvaner Alte Reben, Zehnthof Luckert:
Frühlingsblumen im Haar, Mirabelle im Glas, Grapefruit rollt die Augen. Saftig und verspielt – ein Silvaner, der weiss, was er hat.

2023 Riesling Maustal GG, Zehnthof Luckert:
Bergamotte und grüner Pfirsich ziehen mit Muschelkalk die Geschmacksknospen glatt – ein Riesling mit Süssschmelz, der weiss, wie man Herzen klaut.

2021 Silvaner Maustal GG, Zehnthof Luckert:
Lindenblüte und Zitrusfrucht als Parfüm, passt perfekt zum aristokratisch zurückhaltenden Auftritt – Maustal Silvaner als Verführung im Flüsterton.

2021 Sylvaner Creutz ***, Zehnthof Luckert:
Der Creutz winkt charmant und sagt: „Ich bin 1870 geboren und immer noch der coolste Wein im Raum!“ Jeder Schluck sprüht vor zitroniger Frische und salziger Eleganz, während feine Tannine wie elegante Tänzer durch die Geschmackspaläste wirbeln.

2016 Es ist wie es ist, Horst Sauer:
Lindenblüten, Rauch und Kastanien geben sich die Klinke in die Hand, Eistee und Toast schauen verdattert zu. Ein typischer Franken-Weisswein? Nein, aber: Es ist wie es ist…

2017: Sulzfelder Frühburgunder unfiltriert, Zehnthof Luckert:
Kaffee, ein Hauch Karamell – warm wie eine Umarmung nach dem dritten Glas. Kein Komplexling, dafür saugemütlich.

2017 Spätburgunder Maustal GG, Zehnthof Luckert:
Black Currant, Holunder, Eukalyptus und staubige Stahlträger – klingt irre, schmeckt herrlich verrückt bis zum letzten Schluck.

2020 Spätburgunder Benediktusberg Retzbach, May:
Karamell, dunkle Frucht – rund, leicht süss und angenehm fleischig. Ein Schmeichler mit Hüftschwung.

2020 Klingenberger Spätburgunder, Fürst:
Rote Früchte im Anmarsch, Holz kuschelt mit, rund wie dein Lieblingspulli – Zunge happy, du auch.

2018 Frühburgunder R, Fürst:
Wirbelt wie ein Duft-Akrobat durchs Glas, kitzelt jede Nase und lässt die Sinne Purzelbäume schlagen. Himmel, ist das attraktiv – dieser Wein könnte glatt ein Tinder-Profil haben!

2022 Spätburgunder Hundsrück GG, Fürst:
Ein Pinot, der mit hellen und dunklen Beeren spielt, Zimt wie neckisches Glitzern über die Zunge streut und schon jetzt vor Neugier funkelt. In ein paar Jahren wird er jeden Gaumen charmant um den Finger wickeln.

2017 Spätburgunder Hundsrück GG, Fürst:
Ein Spätburgunder von majestätischer Präsenz – dunkle Früchte, Blutorange und ein Hauch Schokolade tanzen in perfekter Balance, dezent umhüllt von edlem Rauch. Ein Monument aus Eleganz und Kraft, das Weltklasse mit sinnlicher Gelassenheit buchstabiert.