Donnerstag, 12. März 2020: Portugal – klassische Rot- und Weissweine

Endlich sind auch Weiss- und Rotweine bei uns im Club angekommen! Ein hochinteressanter Abend mit durchwegs guten bis ausgezeichneten Weinen – vielen Dank allen!

Getrunkene Weine:

Quinta de Ramozeiros Branco 2016 (Douro): Sensationelles Preis-Leistungsverhältnis! Frisch, unkompliziert – hoher Spassfaktor!

Quinta de la Rosa douROSA Branco 2012, (Douro): Zitrus, Grapefruit, etwas lahm am Gaumen; dennoch erstaunlich, dass er die acht Jahre locker überstanden hat!

Quinta de Ramozeiros tinto 2014 (Douro): Kirschjoghurt, schwarze Schokolade, kräutrig, endet leicht bitter. Einfacher Wein.

Quinta de Ramozeiros Reserva 2014 (Douro): Laktisch, Lakritz, Duft nach Staub, am Gaumen künstlicher Schmelz.

Cerro do Santo Reserva 2013 (Douro): Banago, schwarze Kirschen, leicht medizinal, Gabazältli. Kantig am Gaumen, endet leicht bitter.

Quinta do Pégo Grande Reserva 2013 (Douro): Schwarze Früchte, Teer, Lakritz, saftig, mit Druck. Harmonischer, feiner Essenswein!

Quinta do Pégo Signature 2014 (Douro): Modernere Ausrichtung als der Pégo Grande Reserva. Zwar mit Power, aber insgesamt etwas austauschbar.

Quinta de Quercus 2012: Wir suchen die Region Ucles auf der Karte – unauffindbar. Dann der Schock: auf der Etikette steht ganz klein SPAIN… Sorry für den Fehler, aber Quinta de Quercus klingt doch nach Portugal, oder? Der Wein: Cremig, Salbei, Zedernholz, aber auch etwas Wundcreme, recht modern, aber stoffig.

Fitapreta Vinho Regional Alentejano 2016: Etwas Maggi, Hustensirup, viel Lakritz, am Gaumen dann wieder jünger wirkend. Aber die Maggi in der Nase verwirrt etwas.

Quinta dos Aciprestes Grande Reserva 2011 (Douro): Schwarze Johannisbeeren, Rauch, Lakritz, Kräuter, muskulös und saftig – der macht richtig Spass!

Marqués de Borba Reserva 2008 (Alentejo): Interessante Zitrusfrucht, Oliven, Lakritz, Menthol, saftig, langes Finale. Toll gereift!

Herdade da Malhadinha Nova Monte da Peceguina 2012 (Alentejano): Kirschen, Lakritz, leicht angebrannter Cervelat, am Gaumen leicht auszehrend, sperrige Tannine.

Quinta do Crasto Vinas Velhas Reserva 2012 (Douro): Lakritz, Harz, Tabak, Menthol, sehr saftig und breit, langes Finale. Toll!

Quinta do Noval Late Bottled Vintage 2012: Zartbitterschokolade, Weihrauch, Rosen, Lakritz, Rosinli – Himmel, ist das fein!

Quinta do Pégo Late Bottled Vintage 2014: Hat es schwer nach dem Noval, wirkt etwas spritig und gemüsig.

Late Harvest Grandjo 2007: Quitten, ganz wenig Safran, Honig – da hätte man sofort auf einen Sauternes getippt…

Donnerstag, 5. März 2020: Oregon!

Getrunkene Weine:

Chardonnay Yamhill Vineyards 2014, Morgen Long: Feine Zitrusfrucht, subtil mineralisch, erinnert fast an Chablis. Am Gaumen dann ölige Konsistenz, nicht überladen, passende Säurestruktur.

Pinot Noir Strandline 2009, Harper Voit: Noch sehr fruchtig und pfeffrig, riecht eher nach Syrah denn nach Pinot! Rauchig, im Abgang mit leicht grünen Noten.

Pinot Noir Maresh Red Hills Vineyard 2009, Powell Hill: Spezialabfüllung, lag 24 Monate im Barrique. Dominierende Holznoten, Vanille, Süssholz, reife Bananen, Blutorange. Etwas marmeladig, wirkt etwas zu schwülstig.

Pinot Noir Lewis Rogers Lane Ribbon Ridge 2010, Ayres: Himbeerkonfitüre, Sandelholz, Weihrauch. Am Gaumen etwas Kohlensäure, es fehlt etwas an Kraft und Ausstrahlung.

Pinot Noir Les Les Dijonnais 2010, Brick House: Eingekochte Himbeerkonfitüre, Rosenduft. Am Gaumen recht saftig, alles in allem aber zu teuer (ca 50 Franken). Da kann man genausogut eine halb so teure Pinot Spätlese aus dem Weinland nehmen…

Cabernet Sauvignon Seven Hills Vineyard, Laelaps 2013: Dropsige Nase, Cassis, reife Banane, Kaffee, Gabazältli. Recht Druck, mittellanges Finale.

Pinot Noir Nemarniki Vineyard 2014, Laelaps: Karamellig, schokoladig. Moderner Pinot ohne wirkliche Tiefe.

Schweigener Spätburgunder 2011, Becker (Pfalz): Blutorangen, sehr würzig, rauchig, von der Struktur eigentlich schön, aber ein ärgerlicher Geraniumton zerstört den positiven Gesamteindruck.

Pinot Noir Arterberry Maresh Gehrts 2010, Maresh (Dundee Hills): Na also, es gibt sie also doch, die feinen Pinots aus Oregon! Mit Abstand der beste Rote des Abends! Hat Struktur, ist durch und durch Pinot, saftig und komplex – so muss es sein!

Pinot Noir Arterberry Maresh Weber 2010, Maresh: Auf gleicher Höhe wie der Gehrts, aber leider mit leichtem Kork. Schade!

Donnerstag, 27. Februar 2020: Barbaresco

Getrunkene Weine:

Roero Arneis 2017, Malvirà: Kräutrig, Physalis, floral, mit guter Säurestruktur. Einfacher, frischer Arneis.

Riesling Hérzu 2016, Germano: Petrol, Steinfrucht, mineralisch, am Gaumen mit präsenter Säure, recht herb, etwas Kohlensäure.

Barbaresco Riserva 1971, Prunotto: Teer, Waldboden, Rauch, Tabak – wunderbar! Am Gaumen harmonisch, perfekt gereift, das ist purer Hochgenuss! Danke Marcel!

Barbaresco Asili 1982, Produttori del Barbaresco: Maggi und Malz, alter Kasten, am Gaumen unharmonisch und auszehrend – schade!

Barbaresco Rabajà 2011, Cascina Luisini: Lagerfeuer, Teer, schwarze Früchte, Rosenstiel, Marzipan, am Gaumen dann leider unreif wirkend, mit einer dumpfen Note und aufdringlichlichem Alkohol.

Barbaresco Montefico Riserva 2013, Produttori del Barbaresco: Kirschenfrucht, Zigarrenrauch, Lakritz, Graphit, Teer, mit der Zeit Blutorange und Weihrach. Mann ist das schön! Am Gaumen mit geschmeidiger Säure und überzeugender Tanninstruktur, langes Finale – toll! Danke Otti!

Barbaresco Bricco San Giuliano 2016, Pasquale Pelissero: Kirschen, Kräuter, Leder, Schokolade, viel Druck am Gaumen, saftig. Ein stimmiger, feiner Barbaresco.