Donnerstag, 5. Dezember 2019: Serie Bordeaux – best Vintages

Getrunkene Weine:

La Perle Blanche 1990: Agrumennoten, Boskop, dank der guten Säurestruktur noch erstaunlich vif.

Le Louvetier 1993: Grapefruit und Stachelbeeren, auch hier dank guter Säure noch lebendig und angenehm zu trinken.

Laville Haut-Brion 1998: Leicht mostig, riecht fast wie ein Armagnac, Nussnoten, am Gaumen cremig. Wird mit Luft und Wärme besser und besser.

Batailley 1959: Malz, Waldboden, hat sogar noch etwas Frucht, erstaunlich – 60jährig und macht durchaus noch sehr viel Freude!

Rauzan-Gassies 1989: Etwas bescheiden für einen Deuxième Cru. Man würde sich bei diesem Topjahrgang mehr Tiefgang, mehr Komplexität wünschen. Am Gaumen fast wässrig.

Beychevelle 1989: Weitaus besser als der Rauzan-Gassies aus dem gleichen Jahrgang. Leicht animalisch, Tabak, Leder, spürbare Säure, gute Länge.

Lascombes 1990: Leder, Süssholz, Teenoten, recht saftig, dezente Säure, recht langes Finale.

Clinet 1995: Lakritz, dicht, sandig, mineralisch, nachhaltiges, druckvolles Finale.

Troplong-Mondot 1998: Schwarztee, Lakritz, schwarze Schokolade, saftig und konzentriert.

Clos L’Eglise 1998: Leicht animalisch, Dörrfrüchte, Kaffee, fleischig und kompakt, leicht süssliches, sehr langes Finale.

La Tour Blanche 1990: Dörraprikosen, Lindenblüten, Bitterorangen, Aether, wenig Honig, sehr elegant, dennoch vielschichtig und sehr lang.

Rieussec 1995: Viel Safran, sehr üppig, Mandelgebäck, fast zu dickflüssig und üppig, wirkt dadurch etwas plump.

Donnerstag, 28. November 2019: Down Under – 2010 und älter!

Getrunkene Weine:

Château Latour-Martillac blanc 2011: Feine Agrumennoten, Lindenblüten, frisch geschnittene Lilien. Am Gaumen cremig, mit gut integrierte Säure – ein prima Pirat!

Chardonnay Barrel Fermented 1996, Wolf Blass: Wow, 23jährig und supergut gehalten! Apfelwähe, Vanille, Creme Brulee, am Gaumen rund schön gereift – Hut ab!

Pinot Noir 1990, Barongavale Winery: Ein Pinot! Was für ein spannender Abend! Hat gut gehalten, die Pinotfraktion ist begeistert! Hat noch etwas Himbeerfrucht, Käsefonduekruste, endet dann allerdings leicht bitter.

Shiraz 1992, Capel Vale: Getoastetes Rosinenbrot, um es vornehm auszudrücken. Brachialer formuliert: aus und vorbei…

Brown Brothers Shiraz 2003: Mokka, verbrannter Gummi, schwarze Beeren, am Gaumen gut strukturiert.

Wirra Wirra RSW Shiraz 1997: Herrlich gereifter, charaktervoller Shiraz! Eukalyptus, Peperoni, etwas Leder, rund, mit viel Druck und sehr lang.

Bremerton Explorer Special Release Shiraz 2005: Laktisch, viel Karamell, Zedernholz, modern, aber fein.

Pirramimma Shiraz 2006: Leider mit leichtem Kork oder sonst einem Fehlton.

Gigglepot Cabernet Sauvignon 2009, Mollydooker: (Zu) dicke Post, viel Alkohol, Pfefferminze, Tee, schon sehr reif.

Greenock Creek Creek Block Shiraz 1996: Leder, Orangenhäutle, Plumeria, Blut, Lakritz. Cooler Stoff!

Grant Burge Meshach 2000: Verbrannte Erde, Blut, Teer, Leder, tausend andere Sachen – Hammerwein!

Rusden Black Guts 2009: Teenoten, Zartbitterschokolade, Heidelbeeren, würzig. Am Gaumen spürbarer Alkohol.

Torbreck Run Rig 2004: Braucht Luft, muss erst mal wachgekitzelt werden. Erdig, pfeffrig, Bleistiftspitze, Teer, auch am Gaumen komplex, mit einem sehr langen Finale.

The Armagh 2006, Jim Barry: Erdig, Rauchfleisch, Eukalyptus, recht üppig, runder Gaumen, breit und sehr lang.