Donnerstag, 21. März 2019: Super-Cabs aus den USA!

Georg, Benjamin und Markus zeigen uns eine aussergewöhnliche Serie von reifen und jungen Cabernet Sauvignon-lastigen Weinen aus den USA! So wie wir die Drei kennen, werden einige Raritäten auf dem Tisch stehen! Ihr wisst, dass Top-Cabs aus den USA nicht billig sind, deshalb müssen wir an diesem Abend den doppelten Beitrag verlangen.

Eigentlich steht das Programm bereits, wer aber einen wirklichen Erstklass-Cab zu Hause hat, darf diesen selbstverständlich gerne mitbringen.

Das US-Triumvirat freut sich zusammen mit Otti und Marc auf einen lässigen US-Abend – Trump hin oder her…

 

 

Donnerstag, 14. März 2019: Lust auf Monster!

Fazit des lustigen Abends: wenn man lauter Fettsäcke trinkt, empfindet man die Fettsäcke gar nicht mehr als solche…

Fettsack-Rangliste:

1. Alto Moncayo 2013, Campo de Borja (Spanien): Grenache-Bestie mit Tiefgang und Struktur.

2. Triga 2014, Bodegas Volver, Alicante (Spanien): Monastrell-Wollust mit einem Schuss Cabernet Sauvignon.

3. Clos des Truffiers 2008, Languedoc (Frankreich): Syrah und Grenache liebkosen die Nase und umschmeicheln den Gaumen.

4./5. Amon-Ra 2006, Glaetzer, Barossa (Australien): Shiraz-Geschoss vom Barossa-Valley – animalische Noten (Brett?) verhindern einen Podestplatz.

4./5. Triga 2012, Bodegas Volver, Alicante (Spanien): Extrem viel Karamell, hätte ein Mitglied nicht die Note 2 gezückt, wären die Trigas ex aequo auf Platz zwei gelandet…

6. Bobal Món 2016, Bodega Montesanco, Utiel-Requena (Spanien): Bobal wie er so richtig Freude macht!

7./8. Amarone della Valpolicella 2006, Zenato, Veneto (Italien): Ein Amarone gehört zu jedem Fettsack-Tasting. Hier war man sich uneins darüber, wie man Süsse definiert. Auf jeden Fall störte hier der Alkohol am Gaumen.

7./8. Brega 2015, Bodegas Breca, Calatayud (Spanien): Grenache-Monster, das aber im Unterschied zum Alto Moncayo weder Tiefgang noch Struktur besitzt.

9. Clio 2015, El Nido, Jumilla (Spanien): Die Ueberraschung des Abends, dass die allseits bekannte Jumilla-Bombe abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Hatte den Nachteil, dass er der erste Wein der Blindverkostung war.

 

 

 

 

 

Donnerstag, 7. März 2019: Serie Bordeaux – Haut Médoc und die Kunst des Cuvée

Was für ein unterhaltsamer, lustiger Abend! Dabei begann alles mit einem Schock: Die fertige Assemblage von Château Haut Breton Larigaudière 2014 korkte, das heisst wir hatten keine Vergleichsmöglichkeit…

Versuch 1: Die einzige Assemblage, die missriet: grüne Peperoni, Karamell, wirkt unharmonisch, am Gaumen leicht bitter. Zuviel vom „schlechteren“ Merlot, zuwenig Cabernet Sauvignon und Petit Verdot.

Versuch 2: Feine Holz- und Karamellnoten, schwarzbeerige Frucht, am Gaumen rund, harmonisch. Hier probierten wir, das Original möglichst genau zu kopieren: 50% je zur Hälfte Cabernet Sauvigon (einmal mit amerikanischer Eiche, einmal mit französischer), 30% je zur Hälfte mit zwei verschiedenen Merlots aus unterschiedlichen Fässern, 20% Petit Verdot.

Versuch 3: Kaffee, Toast, wirkt modern, eher rotbeerige Fruchtnoten, am Gaumen geschmeidig, würzig, hat Druck. Hier wurde mehr Petit Verdot dazugemixt, ausserdem weniger vom Cabernet Sauvignon aus dem amerikanischen Holzbarrique.

Versuch 4: Wirkt am Edelsten, feine schwarze Beeren, ganz wenig Röstaromen, klassisch Bordeaux, wirkt noch sehr jung, am Gaumen kräftig, hat Struktur, sehr gut gemacht. Hier wurde etwas weniger Merlot, ein Mü mehr Petit Verdot und vor allem Cabernet Sauvignon vom französischen Barrique dazugemischt.

Danke Markus, für die tolle Idee mit dem Sechser-Mixset!

– Carbonnieux blanc 2007: Ausgeprägt Sauvignon Blanc in der Nase, Agrumennoten, Grapefruit, wenig Mineralität, am Gaumen ein wenig schlank, mittellang.

– La Tour Carnet 2009: Messerscharfe Frucht, würzig, leicht rauchig, leider aber auch leichte Lacktöne, die sich am Gaumen noch verstärkt bemerkbar machen.

– Cantemerle 2010: Nicht mehr ganz so verschlossen wie vor zwei Jahren, kommt nach zwei Stunden offenen Daseins langsam in die Gänge! Sehr würzig, schwarze Beerenfrucht, etwas Tabak, am Gaumen kräftig, mit sehr guter Länge. Langes Alterungspotential.

– Belgrave 2010: Kaffeenoten, nobles Holz, feinwürzig, Zedernholz, schon sehr zugänglich und doch mit einem Riesenpotential.

– La Lagune 1988: Leicht animalisch, Leder, sehr schön gereift, fleischig am Gaumen, mit einer feinen Süsse und einem langen Abgang.

– La Lagune 1990: Voll ausgereift, Leder, leichte Animalik, Schokonoten, am Gaumen merkt man den sehr guten Jahrgang, breit, fleischig, lang.